HOOKSIEL - Treffpunkt Hooksieler Außenhafen: Das hatte sich unter rund 55 spanischen Hunden und deren Besitzern in der Region Wilhelmshaven/Friesland herumgesprochen. Am Sonntag trafen sich dort auf Einladung der 2. Vorsitzenden des Vereins „Tierschutzverein Hundeleben retten“, Sabine Bijnen (Schortens), Hundefreunde mit ihren aus Spanien geretteten Tieren zum ausgiebigen Spaziergang.
Der kleine Verein mit Hauptsitz in Gießen hat sich zur Aufgabe gemacht, Hunde aus spanischen Tötungsstationen zu retten und nach Deutschland ausfliegen zu lassen. Zudem nimmt sich der Verein deutscher Notfallhunde an.
In den so genannten Tötungsstationen werden eingefangene oder abgegebene Straßenhunde 14 Tage aufbewahrt und warten während dieser Zeit auf ein neues Zuhause. Findet sich das nicht, werden sie getötet.
„Wir bemühen uns, Hunde nach Deutschland zu vermitteln. Wenn es dann freiwillige Flugpaten gibt, lassen wir diese Hunde ausfliegen. Sie sind dann tierärztlich versorgt, geimpft, entwurmt, kastriert und im Besitz eines EU-Passes", berichtet Sabine Bijnen.
Diese Tiere haben meist die Hölle hinter sich“, betont Sabine Bijnen. Zweimal im Jahr treffen sie sich mit ihren Leidensgenossen an der Nordsee. Während die Tiere toben, nutzen die Besitzer die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.
Rosemarie Piel aus Wilhelmshaven ist eine der Flugpaten. „Mein Mann und ich haben schon zweimal Hunde als Flugpaten mitgebracht. Ihren jetzt sechsjährigen Pauli haben sie vor drei Jahren zur Probe aufgenommen, angeregt durch ein Gespräch mit Sabine Bijnen am Südstrand in Wilhelmshaven. Pauli passe bestens zu ihrem schon vorhandenen ersten Hund.
Gitta und Uwe Socha aus Roffhausen fanden übers Internet Kontakt zum Tierschutzverein und nahmen den gut einjährigen Mischlingshund Harley bei sich auf. „Er ist mit unserem Hovawart ein Herz und eine Seele“. berichten Gitta und Uwe Socha.
Im Februar hatte der Hund „Wallie“ in Friesland für Aufsehen gesorgt. Auch er stammt aus einer spanischen Tötungsstation und wurde mit Hilfe einer Klasse der Realschule Schortens vor dem sicheren Tod gerettet und nach Deutschland geholt.
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