Hooksiel - Als „Hiobsbotschaft“ und „äußerst schlechte Nachricht“ bezeichnete Arne Schmöckel, Technischer Leiter Ausbildung und Einsatz, die Pläne der Gemeinde Wangerland aus dem Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel ein Familien- und Freizeitzentrum für alle Generationen zu machen. Bürgermeister Björn Mühlena konnte die DLRG nicht mit ihrer Kritik konfrontieren – er wurde durch Ratsvorsitzenden Johann Wilhelm Peters vertreten.

Ehrungen und Auszeichnungen

Geehrt für 25 Jahre: Udo Kemper und Tom-Oliver ThomssenGeehrt für 50 Jahre: Franke Thaden

Verdienstehrungen in Bronze: Janek Behrens, Jona Pabst, Stephanie Schipper, Wiebke Otten und Jantje Redenius.Die Fluthilfe-Medaille der Bundesrepublik Deutschland für den Hochwassereinsatz 2013 erhielt Tom-Oliver Thomssen.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Wangerland nutzt das Hallenbad regelmäßig für Ausbildungs- und Trainingszwecke. Arne Schmöckel bat die Mitglieder um Unterstützung der Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des Meerwasser-Hallenbads Hooksiel einsetzt und derzeit eine Klage vorbereitet (die   berichtete).

Schmöckel kritisierte, dass im Hallenwellenbad in den vergangenen Jahrzehnten Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung nicht durchgeführt worden seien. So sei kein Wunder, dass die Besucherzahlen rückläufig seien. „Bäder in der Umgebung wurden längst modernisiert oder sogar neu gebaut“, sagte er bei der Jahreshauptversammlung der DLRG am Samstagabend. „Wird das Bad in Hooksiel geschlossen, dann wird es schwierig, den Bedarf an Schwimmausbildung in der Region zu decken“, betonte er. Er wies auch darauf hin, dass deutschlandweit immer weniger Menschen sichere Schwimmer sind. Immer mehr Schwimmbäder schließen, die Zahl der Ertrinkenden steigt – 2018 gab es gegenüber 2017 in Deutschland einen Zuwachs von 20 Prozent. 504 Menschen kamen 2018 im Wasser ums Leben. „Allein das Wangerland verfügt über 27 Kilometer Küstenlinie, da wird deutlich, dass wir viel mit Wasser zu tun haben“, sagte Schmöckel.

„Auch wenn die Wachstunden sinken, bleibt der Bedarf an Ausbildung bestehen, um die Einsatzfähigkeit der DLRG Wangerland zu erhalten“, sagte er. Der Bedarf an Wasserrettungsprofis sei da, das habe die Wasserrettungsgruppe in der örtlichen Gefahrenabwehr mehrfach bewiesen. Sechsmal rettete die DLRG Wangerland 2018/19 Menschen vor dem Ertrinken, neunmal leistete sie Hilfe für Wassersportler, dreimal leistete sie technische Hilfe (siehe Infobox).

Ehrungen und Auszeichnungen

Geehrt für 25 Jahre: Udo Kemper und Tom-Oliver ThomssenGeehrt für 50 Jahre: Franke Thaden

Verdienstehrungen in Bronze: Janek Behrens, Jona Pabst, Stephanie Schipper, Wiebke Otten und Jantje Redenius.Die Fluthilfe-Medaille der Bundesrepublik Deutschland für den Hochwassereinsatz 2013 erhielt Tom-Oliver Thomssen.

„Insbesondere in Bezug auf die Wasserrettung besteht Bedarf an zusätzlichem Material“, sagte Schmöckel. Die Verhandlungen mit dem Landkreis Friesland und dem Rettungsdienst Friesland stünden dabei kurz vor dem Abschluss. Landrat Sven Ambrosy wies darauf hin, dass auch die Diskussionen um die Aufnahme der DLRG in den Rettungsdienstbedarfsplan geklärt sind.

Neben der Wasserrettung und der Ausbildung ist die DLRG auch im Katastrophenschutz tätig, sie hat eine gut aufgestellte Jugendabteilung und die Mitglieder engagieren sich für Hooksiel: Unter anderem organisieren sie auch in diesem Jahr das Osterfeuer und unterstützen die Dorfgemeinschaft Horumersiel.

Sven Hannemann wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Arne Schmöckel ist nun sein Stellvertreter, neue Technische Leiterin Ausbildung und Einsatz ist Marina Schmöckel gemeinsam mit Thorsten Knebel und Stellvertreter Karsten Mewes.