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Feuerwehr In Hude Wenn die Sirene ruft, sind die „Alarm-Muttis“ zur Stelle

Hude/Altmoorhausen - Was geschieht eigentlich mit dem Nachwuchs der freiwilligen Feuerwehrleute in der Gemeinde Hude, wenn diese zu einem Einsatz gerufen werden? – Auch dafür gibt es eine Lösung: Denn dann stehen im Fall, dass niemand anders erreichbar ist, „Alarm-Muttis“ im Hintergrund zur Verfügung.

Einsätze nicht planbar

„Einsätze sind nicht planbar und kommen unverhofft an 365 Tagen im Jahr zu jeder Uhrzeit vor. Sind die ehrenamtlichen Helfer Eltern von kleinen Kindern, können diese natürlich nicht allein Zuhause zurückgelassen werden“, erklärt Feuerwehr-Pressesprecherin Tanja Konegen-Peters. „Hat man dann keine Nachbarn, die spontan aufpassen können oder Verwandte in der Nähe wohnen, können die Kameraden nicht zu Einsätzen fahren, obwohl oftmals jede Hand gebraucht wird.“

Rita Henning steht bereit

In Hude gibt es laut Konegen-Peters schon lange die Möglichkeit, sein Kind im Einsatzfall mit zum Feuerwehrgerätehaus zu bringen und bei Rita Henning abzugeben, wenn diese Zuhause ist.

Sie wohnt direkt über dem Gerätehaus und befindet sich bei Einsätzen meistens in der Fahrzeughalle, um Tore und Türen zu öffnen. „In diesen Fällen können ihr schon mal ein paar Kinder überlassen werden, wenn die Eltern so schnell keinen Aufpasser haben. Meistens werden die Kinder dann im Unterrichtsraum des Feuerwehrhauses betreut“, so Konegen-Peters.

In der Damenumkleide des Feuerwehrhauses gebe es einen eigenen Spind. „Darin befindet sich neben Windeln, Kleidung, Spielzeug und Getränken eigentlich alles, was ein Kind so braucht. Außerdem wurde auch ein Wickeltisch geschaffen“, berichtet die Pressesprecherin.

Es seien immer mehr Frauen als Einsatzkräfte in der Feuerwehr tätig. Einige von ihnen seien Mütter. Die Partner seien oft ebenfalls in der Feuerwehr. So sei es praktisch, die Kinder im Gerätehausgut behütet zu wissen. Rita Henning macht das schon lange: „Das erste Kind, auf das ich aufpasste, ist heute fast 21 Jahre alt.“

Ehrenamtlicher Einsatz

In der Freiwilligen Feuerwehr Altmoorhausen fand sich ebenfalls eine Lösung. Dort rückt Feuerwehrfrau Sabrina Borchers bei Einsätzen mit den Helfern aus.

Auch sie hat zum Glück jemanden gefunden, der auf ihre noch nicht einmal einjährige Tochter Lia aufpasst, wenn Sirene oder Pieper zum ehrenamtlichen Dienst rufen. Der Vater ihrer Tochter ist ebenfalls in der Feuerwehr und muss im Einsatzfall genauso raus.

Nachbarin Mirjam Blankemeyer hat sich angeboten, im Einsatzfall auf die kleine Lia aufzupassen und eilt dann schnell zu ihr nach Hause.

Momentan ist Lia noch das einzige Kind in Altmoorhausen, auf das sie im Einsatzfall aufpassen kann. Aber dies könnte sich zukünftig sicher noch ändern, wenn auch bei den anderen Feuerwehrfrauen in Altmoorhauen Nachwuchs anstehen sollte, so Pressesprecherin Tanja Konegen-Peters.

Feuerwehr sagt Danke

Diesen ehrenamtlichen Einsatz von Mirjam Blankemeyer und Rita Henning findet Hudes Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf „absolut super“. Für die tolle Unterstützung im Hintergrund spricht er den beiden „Alarm-Muttis“, aber auch allen anderen Nachbarn, Freunden und Verwandten, die sich im Einsatzfall spontan um die Kinder der Kameradinnen und Kameraden kümmern, einen herzlichen Dank aus.

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