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Ehrenamt In Hude Freiwillige Feuerwehr gut gerüstet für den Ernstfall

Hude - Verkehrsunfälle, Brände, Baumeinsätze bei Sturm und vieles mehr: Die Freiwillige Feuerwehr Hude fährt im Verlauf eines Jahres durchschnittlich um die 50 Einsätze. „Die volle Bandbreite“, beschreibt der kommissarische Ortsbrandmeister Heiko Zywina das Einsatzspektrum der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Schwerpunktfeuerwehr im Klosterort. Gut ausgerüstet und personell gut aufgestellt sei die Huder Ortswehr. Sechs Fahrzeuge stehen im Feuerwehrhaus. 81 ehrenamtlich Aktive sind rund um die Uhr einsatzbereit, darunter acht Frauen.

Erst einmal ausprobieren

Die Fahrzeuge der Feuerwehr Hude

 ELW - Einsatzleitwagen. Besatzung: Zwei Personen. In der Regel das erste Fahrzeug am Einsatzort. Das Fahrzeug hat einen Funkarbeitsplatz an Bord, der mit modernster Kommunikationstechnik ausgerüstet ist. TLF 16/25 - Tanklöschfahrzeug. Besatzung: Neun Leute. Das Fahrzeug ist mit Standardbeladung ausgerüstet und hat zusätzlich einen Lichtmast, Notstromaggregat, Hochdrucklüfter, Wasserwerfer und Motorkettensäge sowie drei Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum dabei.  TLF 3000 - Tanklöschfahrzeug. Wassertank: 3000 Liter. Feuerlöschpumpe. Besatzung: Drei Leute. Das Fahrzeug dient speziell der Bekämpfung von Wald-, Moor- und Flächenbränden. Ausgestattet ist es mit Wasserwerfer, Frontsprühdüsen zum Eigenschutz, sowie diversen Geräten zur Vegetationsbrandbekämpfung.  LF 16/12 - Löschgruppenfahrzeug. Besatzung: Neun Leute. Das Fahrzeug hat einen 1600 Liter fassenden Löschwassertank und ist mit umfangreichen Geräten zur Brandbekämpfung ausgestattet. In kurzer Zeit kann z. B. eine 560 Meter lange B-Druckleitung verlegt werden. Auch eine Tragkraftspritze TS 8/8 ist an Bord, um aus Teichen und Bächen Löschwasser fördern zu können. Im Mannschaftsraum sind unter anderem drei Atemschutzgeräte, Rettungsschere und -spreizer vorhanden. RW - Rüstwagen. Besatzung: Drei Leute. Der Wagen ist mit einem fest eingebauten Generator, einer Seilwinde und einem Lichtmast mit superhellen LED-Strahlern ausgerüstet. Der Wagen steht für schwere und umfangreiche technische Hilfeleistungen zur Verfügung. Neben Rettungsschere und -spreizer, Rettungszylindern und diversen Abstützsystemen sind unter anderem auch hydraulische Hebesätze, Hebe- und Dichtkissen sowie Abseil- und Höhenrettungs-Gerätesätze an Bord des Wagens.  MTF - Mannschaftstransportfahrzeug. Besatzung: Neun Leute. Der MTF dient dem Transport von Feuerwehrkameraden und hat Rettungs- und Verkehrssicherungsgeräte an Bord. Das Fahrzeug hat unter anderem ein klappbares, beleuchtetes Warnschild auf dem Dach.

„Wir haben keinen Aufnahmestopp“, sagt Zywina. Wer mitmachen möchte, könne sich jederzeit melden. „Wir haben noch Spinde frei“, freuen sich die Huder auf neue Kameradinnen und Kameraden. Jeden Montag, 20 bis 22 Uhr, ist Dienst im Feuerwehrhaus angesagt. Wer’s erst einmal ausprobieren möchte, ist herzlich willkommen.

So war es auch bei Pascal Imholze. Er hat sich an einem Montagabend einfach mal auf den Weg gemacht, weil er das, was er über die Freiwillige Feuerwehr gehört hatte, interessant fand. Ganz allein stand er vor der Tür des Feuerwehrhauses. Da war er 16. Er durfte gleich mitmachen. Noch ein zweites Mal hat er sich alles angeguckt. Dann blieb er.

„Von Anfang an ist man mittendrin“, sagt der heute 18-Jährige. Er hat die erste Grundausbildung (Truppmann I) absolviert. Er engagiert sich als Betreuer der neuen Gemeindejugendfeuerwehr. „Es macht einfach Spaß.“

„Feuer und Flamme“

Dass es die Jugendfeuerwehr seit November des vergangenen Jahres gibt, das ist sehr wichtig, sagt Torsten Frerichs. Der Zugführer ist kommissarisch als stellvertretender Ortsbrandmeister in verantwortlicher Position in Hude im Einsatz. „Die Jugendlichen sind Feuer und Flamme“, freut er sich über das große Engagement der Jungen und Mädchen. „Wir leben davon, dass wir unsere Jugendlichen ausbilden“, hofft Frerichs, dass sie später auch dabei bleiben.

Nachwuchs für den freiwilligen Dienst zu gewinnen sei wichtig, mit Blick auf den Altersdurchschnitt und auch im Wissen um die Problematik, dass etliche aktive Ehrenamtliche tagsüber aus beruflichen Gründen nicht vor Ort sein können, erklärt Ortsbrandmeister Heiko Zywina.

„Zurzeit kriegen wir noch alle Fahrzeuge besetzt“, sagt Zywina. 37 Plätze für Einsatzkräfte seien es, wenn alle Fahrzeuge in Hude zugleich ausrückten. Zurzeit profitiere man noch davon, dass viele Arbeitgeber vor Ort seien und so auch die Tagesbereitschaft gewährleistet werden könne. Andernorts sehe es da schon schlechter aus.

Großer Wert wird auch in Hude auf die Kameradschaft gelegt. „Hier findet man schnell Freunde. Die Zusammenarbeit ist super“, sagt Feuerwehrfrau Alina Behrens. Sie ist örtliche Pressesprecherin der Feuerwehr. Man müsse sich aufeinander verlassen können. In jeder Situation. Das werde ständig trainiert, fügt Torsten Frerichs hinzu.

Regelmäßig wird geübt

Die Fahrzeuge der Feuerwehr Hude

 ELW - Einsatzleitwagen. Besatzung: Zwei Personen. In der Regel das erste Fahrzeug am Einsatzort. Das Fahrzeug hat einen Funkarbeitsplatz an Bord, der mit modernster Kommunikationstechnik ausgerüstet ist. TLF 16/25 - Tanklöschfahrzeug. Besatzung: Neun Leute. Das Fahrzeug ist mit Standardbeladung ausgerüstet und hat zusätzlich einen Lichtmast, Notstromaggregat, Hochdrucklüfter, Wasserwerfer und Motorkettensäge sowie drei Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum dabei.  TLF 3000 - Tanklöschfahrzeug. Wassertank: 3000 Liter. Feuerlöschpumpe. Besatzung: Drei Leute. Das Fahrzeug dient speziell der Bekämpfung von Wald-, Moor- und Flächenbränden. Ausgestattet ist es mit Wasserwerfer, Frontsprühdüsen zum Eigenschutz, sowie diversen Geräten zur Vegetationsbrandbekämpfung.  LF 16/12 - Löschgruppenfahrzeug. Besatzung: Neun Leute. Das Fahrzeug hat einen 1600 Liter fassenden Löschwassertank und ist mit umfangreichen Geräten zur Brandbekämpfung ausgestattet. In kurzer Zeit kann z. B. eine 560 Meter lange B-Druckleitung verlegt werden. Auch eine Tragkraftspritze TS 8/8 ist an Bord, um aus Teichen und Bächen Löschwasser fördern zu können. Im Mannschaftsraum sind unter anderem drei Atemschutzgeräte, Rettungsschere und -spreizer vorhanden. RW - Rüstwagen. Besatzung: Drei Leute. Der Wagen ist mit einem fest eingebauten Generator, einer Seilwinde und einem Lichtmast mit superhellen LED-Strahlern ausgerüstet. Der Wagen steht für schwere und umfangreiche technische Hilfeleistungen zur Verfügung. Neben Rettungsschere und -spreizer, Rettungszylindern und diversen Abstützsystemen sind unter anderem auch hydraulische Hebesätze, Hebe- und Dichtkissen sowie Abseil- und Höhenrettungs-Gerätesätze an Bord des Wagens.  MTF - Mannschaftstransportfahrzeug. Besatzung: Neun Leute. Der MTF dient dem Transport von Feuerwehrkameraden und hat Rettungs- und Verkehrssicherungsgeräte an Bord. Das Fahrzeug hat unter anderem ein klappbares, beleuchtetes Warnschild auf dem Dach.

Die Dienstabende bestehen denn auch zum größten Teil aus der Aus- und Fortbildung im Theoretischen wie im Praktischen. Immer wieder gibt es Einsatzübungen. Erst kürzlich wurde zum Beispiel ein Einsatz im katholischen Kindergarten an der Glatzer Straße geübt. Ein Feuer nach einer Verpuffung im Heizungsraum und drei vermisste Personen war das Übungsszenario.

Fahrzeugwracks auf dem Hof der Feuerwehr stehen dort ebenfalls mit gutem Grund. Die Pkw werden zu Schulungszwecken mit dem speziellen Werkzeug zerlegt, das den Einsatzkräften zur Verfügung steht. „Man muss damit arbeiten“, sagt Heiko Zywina. So werden auch schon mal Tennisbälle mit dem Spreizer umgestapelt, um überhaupt ein Gefühl für das schwere Gerät zu entwickeln, mit dem im Notfall eingeklemmte Personen aus verunglückten Fahrzeugen geborgen werden.

Einer hat den Hut auf

Nach der Basisausbildung können die ehrenamtlichen Feuerwehrleute sich weiterbilden und Führungsaufgaben in den verschiedenen Ebenen übernehmen. Über alle Funktionen innerhalb der Huder Wehr wird demokratisch abgestimmt, sagt Torsten Frerichs. Die Führungsstrukturen seien dann aber strikt einzuhalten. „Einer muss schließlich den Hut aufhaben.“

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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