Hude/Nordenham - Die Zahl der Betreuungslagen im Bevölkerungsschutz hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Nach Ansicht von Experten wird sich dieser Trend fortsetzen. „Betreuungslagen sind Notsituationen, bei denen keine Verletzten behandelt und transportiert werden, sondern sich die Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen um unverletzte Personen kümmern müssen“, erklärt Stefan Greiber vom Medienservice der Johanniter in Weser-Ems.
Dies betrifft laut Greiber vor allem Personen bei Evakuierungen aufgrund von Hochwassern und anderen Wetterextremen oder bei der Bombenräumung. Oder es sitzen Reisende in Zügen fest, die aufgrund der Witterungsverhältnisse oder von Unfällen nicht weiterfahren können.
Die Johanniter haben jetzt in Nordenham eine spezielle Fortbildung für Betreuungshelfer angeboten. Mit dabei waren Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Hude, Nordenham und Aurich. Die drei Verbände bauen zurzeit Betreuungsgruppen auf. Kursleiter war Jens Merk, Gruppenführer der Betreuungsgruppe Nordenham.
Inhalte des Seminars waren unter anderem die Ausbildung des Helfers im Betreuungsdienst, die Struktur der Regionalbereitschaftsführung und verschiedene Alarmstufen.
In einer Übung mussten die Teilnehmer einen Bereitstellungsraum einrichten. Organisiert worden war die Fortbildung von Florian Schwarting, Beauftragter für die Helferausbildung im Ortsverband Nordenham der Johanniter-Unfall-Hilfe.
Mit dabei war vom Ortsverband der Johanniter in Hude der Ortsbeauftragte Andreas Feige. Ende 2020 erwartet der Huder Ortsverband, der mittlerweile ein eigenes Domizil an der Parkstraße hat (NWZ berichtete), ein Katastrophenschutz-Fahrzeug für den Notfall, das 300 schnell aufzubauende Betten an Bord haben soll. Als Besatzung soll eine 20-köpfige Gruppe freiwilliger Helfer ausgebildet werden. Wer Lust hat, ehrenamtlich in einem solchen Team mitzuarbeiten, ist herzlich willkommen (Kontakt: andreas.feige@johanniter.de).
