HUDE - Als der Ortsbrandmeister der Huder Feuerwehr, Heiko Henjes, am Montag beim Dienstabend der Feuerwehr Allgemeines bekannt gab, wurde er plötzlich unterbrochen: Ein Busunfall mit einem beteiligten Pkw und mehreren Verletzten wurde gemeldet. Dass es sich bei dem Unglück nur um eine Übung handelte, wussten die Rettungskräfte zu diesem Zeitpunkt nicht.
Sofort sprangen alle anwesenden Kameraden in die Feuerwehrautos und machten sich auf zum Unfallort. Als sie beim Busunternehmen Schote eintrafen, fanden sie einen verrauchten Bus und einen zerstörten Pkw vor. Sechs Kameraden mit Atemschutz durchsuchten den Bus nach Verletzten. Währenddessen kümmerten sich weitere Kameraden um die verletzten Pkw–Insassen. Zwei Kinder konnten schnell vom Rücksitz gerettet werden. Die Rettung der Mutter auf dem Fahrersitz gestaltete sich schwierig, da die Frau eingeklemmt war.
Aus dem Bus konnten acht Menschen gerettet werden, die sofort vom DRK versorgt wurden. Nachdem das Dach des Pkw mit hydraulischem Gerät abgetrennt wurde, konnte auch die Fahrerin gerettet werden. Als schließlich alle elf Personen versorgt waren, startete eine Suchaktion. Eine verletzte Person war vor dem Eintreffen der Rettungskräfte verwirrt davon gelaufen. Schnell konnten die Huder Kameraden auch diese Person finden, sie lag nicht weit vom Unfallort entfernt neben einem Container.
An der Übung nahmen 34 Feuerwehrleute mit sechs Fahrzeugen und acht Mitarbeiter des DRK mit drei Fahrzeugen teil. Die Idee dazu hatten die Feuerwehrkameraden Torben Graalmann und Holger Golfels. Da es in jüngster Zeit vermehrt zu Busunfällen kam, möchten die Huder Einsatzkräfte für solche Fälle gut gerüstet sein.
Nach Übungsende lobten Holger Golfels und Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf die gute Zusammenarbeit von Feuerwehr und DRK. Dank galt dem Busunternehmen Schote, das den Übungsplatz und den Bus bereit gestellt hatte. Außerdem wurde dem Autohaus Bartels für den bereitgestellten Pkw gedankt. Ebenso wurde den „freiwillig verletzten“ Kindern und Erwachsenen gedankt. Abschließend wurde den Anwesenden die Technik eines Busses erklärt, um im hoffentlich nicht eintretenden Ernstfall schnell handeln zu können.
