HUNTORF/BONN - Sie steht auf einem Privatgrundstück hinter einer mannshohen Lorbeerhecke, sie ist umhüllt von einer blauen Plastikplane – und im Notfall wird sie ihrem Namen nicht gerecht werden können. Die Notrufsäule direkt an der markanten Huntorfer 90-Grad-Kuve ist außer Funktion.
„Die Telekom hat schon vor Monaten das Sprechgerät aus der Notrufsäule demontiert. Die Säule hat kein Innenleben mehr. Man könnte sie als Vogelhäuschen nutzen“, sagt Frank Heidenreich im Gespräch mit der NWZ . Das Thema Notrufsäule beschäftigt den Huntorfer, auf dessen Grundstück die Notrufsäule steht, schon länger. „Die Geschichte begann, als wir im Frühjahr 2008 unsere Grundstückshecke anlegen wollten. Als wir uns um eine Verlegung der Notrufsäule kümmern wollten, war das gar nicht so einfach. Die Post hatte seinerzeit die Säule installiert – 2008 gab es keinen konkreten Ansprechpartner“, erläutert Heidenreich.
Erst im März 2009 kam etwas Bewegung in die Angelegenheit. In der NWZ -Serie „Mensch, das ärgert mich“, hatte Inge Koopmann moniert, dass die hinter der Hecke stehende Notrufsäule nicht zugänglich sei. Die Telekom wurde auf den NWZ -Bericht aufmerksam gemacht und aktiv: Das Ergebnis: Die Notrufsäule steht – nun bar jeder Funktion – weiterhin auf dem Grundstück von Frank Heidenreich.
Den stört die verhüllte Säule nicht weiter – doch in einem echten Notfall könnten die Notruf-Hinweisschilder Hilfesuchende in die Irre führen. „Eigentlich hätten auch die Notruf-Hinweisschilder längst demontiert werden müssen“, meint auch Frank Heidenreich.
