Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

50 Jahre Jugendwehr Schortens Im ersten Jahr gleich ein echter Einsatz

Schortens - Die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Schortens feiert an diesem Sonnabend, 16. Januar, mit einem Kommersabend im Feuerwehrgerätehaus ihr 50-jähriges Bestehen. Beginn ist um 16 Uhr.

Die Schortenser Feuerwehr war die zweite Wehr nach Neuenburg im Landkreis Friesland, die 1966 eine Jugendfeuerwehr gegründet hat.

Zu Beginn des Jahres 1965 begann das Kommando der Feuerwehr Schortens mit den Vorbereitungen zur Gründung einer Jugendfeuerwehr, berichtet Herbert Assing, langjähriger Ortjugendwart: Bei diesen Überlegungen ging es dem Kommando sowohl um den Nachwuchs in der Wehr, als auch um die Förderung der Jugendarbeit allgemein.

Der Beginn der Vorbereitungen zur Gründung einer Jugendwehr geht aus dem Protokoll der Kommandositzung vom 8. Januar 1965 hervor. Es heißt dort unter anderem: „Weiter wurde die beabsichtigte Gründung einer Jugendfeuerwehr besprochen und der Schriftführer, Johann Rose, beauftragt, hierzu die Zustimmung der Gemeinde einzuholen.“

Von Erfolg gekrönt

In dem Protokoll der Kommandositzung vom 28. September 1965 heißt es dann zum Punkt Jugendfeuerwehr: „Der Schriftführer berichtet, dass der Gemeinde die Kosten für die Ausrüstung der Jugendfeuerwehr mitgeteilt wurde, die Antwort aber noch aussteht. Brandmeister Hermann Onnen berichtet dazu, dass der Oberfeuerwehrmann Heinz Kunz die Jugendgruppe leiten soll. Das Kommando unter Vorsitz von Brandmeister Hermann Onnen, stellt nun mit besonderer Freude fest, dass die Mühe, die sich das Kommando mit der Gründung der Jugendwehr machte, nun endlich von Erfolg gekrönt sei.“

Als die Jugendgruppe dann ihre Ausrüstung erhalten hatte, erfolgte am 16. Januar 1966 die feierliche Vereidigung. Die Vereidigung wurde durch Handschlag von Kreisbrandmeister Richard Borchers vorgenommen.

Zur Unterstützung von Oberfeuerwehrmann Heinz Kunz wurde Oberlöschmeister Andreas Jelken mit in die Leitung der Jugendwehr einbezogen.

Bei der ersten Jahreshauptversammlung 1967 konnte Gemeindebrandmeister Hermann Onnen berichten, dass die Jugendfeuerwehr im ersten Jahr ihres Bestehens 39 Diensttage und 13 Sonderdienste absolviert hat. Die Gruppe bestand aus 14 jungen Wehrmännern und sei besonders aktiv, lobte er. „An vielen Veranstaltungen hat die Jugendwehr teilgenommen. In diesem Jahr will sich die Jugendwehr auch aktiv in den Jugendleistungswettkampf einschalten“, berichtete die NWZ : „Die Förderung der jungen Wehrmänner wurde als wichtig erachtet.“

Auch einen ersten Brandeinsatz hatte der Feuerwehr-Nachwuchs: So berichtete Gemeindebrandmeister Onnen, dass die Jugendlichen „durch Verlegen der Schlauchleitungen bewiesen, dass sie ihr Handwerk bereits verstehen“.

Dass die Jugendwehr den Brandeinsatz hatte, war reiner Zufall, weiß Herbert Assing: Die Gruppe hatte damals bei Middelsfähr geübt, als in einer Gartenlaube ein Brand ausbrach. Der Feuerwehrnachwuchs zögerte nicht lange und übernahm den Erstangriff bis zum Eintreffen der Einsatzabteilung.

Keine Nachwuchssorgen

Nachwuchssorgen werde es in Zukunft nicht mehr geben, da die Jugend mit Eifer und Aufmerksamkeit bei der Sache ist, versicherte Brandmeister Onnen damals.

Wie Herbert Assing in seiner Chronik der Jugendfeuerwehr weiter ausführt, entwickelte sich die Jugendfeuerwehr in Schortens kontinuierlich – mittlerweile wurden auch in anderen Freiwilligen Feuerwehren Jugendwehren gegründet. Anfang der 1980er Jahre erkannte man auch in den Feuerwehren in Accum und Sillenstede die Wichtigkeit von Nachwuchsförderung – und so wurden dort 1984 ebenfalls Jugendfeuerwehren gegründet.

Aus diesem Grund musste nun ein Gemeindejugendwart gewählt werden. Dieses Amt übernahm dann der inzwischen zum Hauptlöschmeister aufgestiegene Jugendwart Heinz Kunz, der die Jugendfeuerwehr Schortens mit so großem Erfolg geführt hatte. Für ihn übernahm Löschmeister Günther Illmann die Leitung der Jugendwehr in Schortens.

Er wurde bei der Ausbildung dieser verantwortungsvollen Aufgabe tatkräftig von den Kameraden Herbert Assing, Wilhelm Scharoun und Jürgen Seelkopf unterstützt.

Als im Jahr 1990 der bisherige Jugendwart Günther Illmann sein Amt zur Verfügung stellte, und sein Stellvertreter Herbert Assing zum Kreisjugendwart ernannt wurde, bekam die Jugendfeuerwehr Schortens mit den Kameraden Raimund Baust und Olaf Hinrichs sowie Willi Scharoun eine neue Führung.

1991 konnte die Jugendfeuerwehr Schortens dann ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Das Jubiläum wurde mit einem großen Kommersabend im voll besetzten Bürgerhaus Schortens gewürdigt. Leider konnte der Gründer der Jugendwehr, Heinz Kunz, wegen einer Erkrankung nicht teilnehmen.

Im Sommer fand dann der Kreisjugendfeuerwehrtag auf der Schortenser Sportanlage an der Beethovenstraße statt. „Sieben der zehn im Landkreis Friesland existierenden Jugendfeuerwehren, unter deren 148 Mitgliedern auch 13 Mädchen sind, beteiligten sich am Spiel ohne Grenzen“, berichtete die NWZ . Am Ende hatte die Jugendfeuerwehr Schortens mit 3756 Punkten die Nase vorn .

Es gab bei dieser Veranstaltung auch eine Ehrung: Bezirksjugendfeuerwehrwart Dirk Haverts aus Aurich zeichnete den Schortenser Heinz Kunz, der sich 25 Jahre lang um seine Jugendfeuerwehr verdient gemacht hatte, mit der silbernen Ehrennadel aus.

Als Jugendwart Raimund Baust 1995 dann zum Gemeindejugendwart gewählt wurde stand erneut eine Veränderung in der Spitze der Jugendfeuerwehr an.

Neuer Jugendwart wurde Olaf Hinrichs der dieses Amt bis 1998 ausübte. Sein Stellvertreter Ralf Schmittmann wurde dann sein Nachfolger. Er übte dieses Amt zehn Jahre lang aus. Dann wurde er zum Gemeinde- bzw. Stadtjugendwart gewählt. Nach guter alter Sitte übernahm sein Stellvertreter Matthias Mayer dieses Amt. Als er dann 2012 aus privaten Gründen plötzlich zurücktrat, stand die Feuerwehr Schortens ohne Jugendwart da, denn die Mitstreiter dieser Zeit konnten aus beruflichen Gründen nicht in die Funktion des Ortsjugendwarts aufrücken.

Sieg bei Wettkämpfen

Nun war guter Rat teuer. Dann fiel dem Ortsbrandmeister ein, dass ja ein in der Jugendarbeit erfahrener Kamerad momentan ohne Funktion war. So wurde dann in einem intensiven Gespräch in seinem „Büro“ – man kann auch sagen „Wintergarten“ – dieser Kamerad „überzeugt“ die Jugendarbeit in der Feuerwehr Schortens zu übernehmen, was dieser auch nur zu gerne tat. So wurde der Kamerad Herbert Assing neuer Ortsjugendwart.

Ihm zur Seite wurden dann in Sören Ideus, Thorsten Bus und Theo Maass Junge und Erfahrene Feuerwehrkameraden ins Team geholt.

In den nächsten zwei Jahren wurde dann bei allen Wettkämpfen auf Stadtebene der erste Platz erreicht, und auch beim Kreisentscheid für den Bundeswettkampf wurde zweimal der dritte Platz erreicht.

Als dann Jugendwart Herbert Assing aus Altersgründen das Amt des Jugendwarts nicht mehr ausüben durfte und in die Alters- und Ehrenabteilung wechseln musste, rückte sein Stellvertreter Ideus nach und wurde neuer Jugendwart in Schortens. Dessen Vertreter wurde Thorsten Buss.

„Dieses junge Team führt bis heute die Jugendfeuerwehr in Schortens und setzt die wichtige Tradition in der Feuerwehr Schortens fort und man braucht sich über die Zukunft keine Sorgen machen“, freut sich Herbert Assing.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham