Hoyerswege - Überraschende Zwangspause im Nordwesten Afrikas: Marokkanische Behörden haben den am Freitag in Hoyerswege gestarteten RDI-Hilfstransport am Montag im Zollbereich von Tanger vorerst ausgebremst. Verlangt werde eine Bescheinigung, die bestätigt, dass der Transport nach Gambia (Westafrika) führt, meldet Uwe Schwager, Initiator der Tour, via Facebook. „Ohne dies Schreiben wollen sie den Krankenwagen nicht weiterfahren lassen.“
Wie berichtet, wollen Annika Poetzsch (27), Timm Schwager (30) und Sören Scheer (29) den Krankenwagen samt Ladung zum Gesundheitszentrum des Vereins „Riverboat-Doctors-International“ (RDI) in Gambia bringen. Etwa 6200 Kilometer sind zurückzulegen.
Wegen der Probleme in Tanger seien die Drei mit dem Zug in die marokkanische Hauptstadt Rabat gefahren, um in der Botschaft Gambias das geforderte Schreiben zu bekommen, so Uwe Schwager.
Eine erste, kurze Zwangspause hatte das Trio bereits in Frankreich einlegen müssen. Grund: Die Antriebsachse des Krankenwagens (ein Ford Transit) verlor Öl. Nach der Reparatur geriet neben dem Krankenwagen ein Mercedes in Brand. Sören: „Für die Löschaktion musste unser Feuerlöscher zum Einsatz kommen, der nun leider leer ist.“
„Mit Bleifuß“ seien sie am Sonntag durch Spanien gerollt, notierte Annika. Noch am Sonntag erreichte das Trio die Fähre nach Tanger. Dort übernachteten die Drei in der Nacht zu Montag in einem Hotel, auch, um die eigenen Akkus wieder aufzuladen.
