• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Langfinger in Krankenhäusern

08.02.2019

Im Nordwesten /Hannover Ob Geldbörsen, Handys, Endoskopie-Geräte oder Topfpflanzen – in deutschen Krankenhäusern wird gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Langfinger nutzen die Anonymität in den oft ausgedehnten Gebäudekomplexen aus – und die Wehrlosigkeit von Patienten. Der jährliche Schaden geht in die Millionen. Die Krankenhäuser haben begrenzte Möglichkeiten, dem Unwesen Einhalt zu gebieten. Sie müssen den Spagat üben zwischen Offenheit für die Besucher der Kranken und deren Sicherheit.

In Niedersachsen gab es im Jahr 2017 insgesamt 899 Diebstahlfälle mit einem Schaden von rund 626 400 Euro, wie aus Daten des Landeskriminalamts (LKA) hervorgeht. Zum Vergleich: Noch ein Jahr zuvor gab es bei noch 1127 Fällen einen Gesamtschaden von rund 334 400 Euro. Die Polizei rät unter anderem, keine wertvollen Gegenstände wie Schmuck oder größere Geldbeträge mit ins Krankenhaus zu nehmen.

Wenn Patienten aufgenommen werden, erhalten sie mit dem Info-Material auch einen roten, auffälligen Flyer von der Polizei, sagt Bertine Pienkos, Sprecherin des Oldenburger Pius-Hospitals. Zudem gebe es einen Sicherheitsdienst, der zwar eher im Hintergrund arbeite, aber Tag und Nacht durch die Stationen patrouilliere. Das solle auch „abschreckend“ wirken.

Auch das Klinikum Leer weist auf mögliche Diebstahlsdelikte hin. „Jeder Patient hat auch ein abschließbares Schrankfach“, so Sprecherin Tina Schmidt. Zudem werde auch in Leer ein Sicherheitsdienst „in den Abend- und Nachtstunden zu Kontrollgängen eingeteilt“.

Im Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch ist ein Sicherheitsdienst indes nicht vonnöten. „Wir sind hier ein bisschen außerhalb auf dem Land und haben nicht so viel Laufverkehr wie beispielsweise in Oldenburg“, sagt Sprecherin Ute Kopperschmidt. „Man kennt sich.“ Nur sensible Bereiche wie etwa die Endoskopie seien nach einem Diebstahl vor einigen Jahren nun ein „Hochsicherheitstrakt“.

Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2051
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.