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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Große Teile vom Badestrand auf Wangerooge abgerissen

11.02.2020

Im Nordwesten Orkanartige Böen, Sturm, Regen, Hagel - alles hatte „Sabine“ im Gepäck. Der heftige Wintersturm richtete aber nach einer ersten Bilanz in Niedersachsen weniger Schäden als befürchtet an. In Bremen gab die Feuerwehr am Montag offiziell Entwarnung. In der Nacht sollte der Wind laut Deutschem Wetterdienst vorübergehend abflauen. Während sich der Verkehr auf Straße und Schiene zunächst weitgehend normalisierte, stellten sich Küsten und Inseln auf Sturmfluten ein.

Auf Wangerooge riss das aufgepeitschte Meer ein riesiges Stück Strand mit. Die Abbruchkante sei teilweise bis zu zwei Meter hoch und erstrecke sich am Hauptstrand über eine Länge von etwa einem Kilometer, sagte der Vize-Ratsvorsitzende der Insel, Peter Kuchenbuch- Hanken (Grüne). Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) sagte, der Scheitelpunkt der Flut sei höher als vorausberechnet gewesen. „Wenn das drei Tage so anhält, dann werden wir vielleicht nachher gar keinen Strand mehr haben.“

Auf Wangerooge halten sich laut Fangohr derzeit nur wenige Touristen auf, die die Insel auch ohne Fähren verlassen könnten. Während vom Flugplatz Norddeich wegen hoher Windgeschwindigkeiten keine Maschinen mehr nach Juist und Norderney starteten, wurde Wangerooge bis Montagnachmittag beinahe stündlich angesteuert.

Nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz werden nach der leichten Sturmflut am Montagmittag noch vier weitere bis Mittwoch erwartet. Danach werde man den Schaden begutachten, so ein Sprecher. Auch die Häfen bereiteten sich auf leichte Überflutungen der Hafenanlagen vor.

Der Fährverkehr von und zur Insel Borkum wurde am Sonntagnachmittag eingestellt. Insulanerin Erika Amshoff musste bei einer Freundin auf dem Festland übernachten. „Wir sind das gewohnt. Wir sagen dann immer: So‘n bisschen Wind.“ Die 47-Jährige erinnert sich, wie ihr Vater einst im Sturm raus musste, um den Deich zu reparieren; da seien die Auswirkungen von „Sabine“ harmlos. Insel-Leuchtturmwärter Hans-Jürgen Clausing nennt Windstärken neun bis zehn wie am Vortag ebenfalls harmlos: „Wir sind andere Stürme gewohnt.“

In Ostfriesland stellte die Fähre Ditzum-Petkum den Betrieb ein. Ob morgen früh der Fährbetrieb wieder aufgenommen werden kann, kann zurzeit noch nicht gesagt werden. Auch die Weserfähren mussten ihren Dienst zumindest einschränken.

Nach einer Sperrung ist der Wesertunnel wieder frei. Das teilte die Polizei am späten Nachmittag mit. Die Sperrung sorgte für teilweise lange Staus, zum Beispiel an der Weserfähre Brake-Golzwarden.

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