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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Weniger Badetote an der Küste

28.07.2018

Im Nordwesten In Niedersachsen gibt es schon jetzt mehr Badetote als im vorigen Sommer. „Bisher sind bereits 41 Menschen ertrunken, 2017 waren es 34 bis Ende Juli“, sagte Nico Reiners vom Landesverband Niedersachsen der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) am Freitag bei der Halbjahresbilanz. Allein in dieser Woche starben fünf Männer in offenen Gewässern. In Bremen wurden bisher drei tödliche Unfälle bekannt. Besonders tragisch: Vor einer Woche war dort ein Fünfjähriger in einem Freibad ertrunken. In zahlreichen weiteren Fällen konnten Bewusstlose wiederbelebt werden.

Deutlich abgenommen haben nach der bundesweiten Zwischenbilanz der DLRG die tödlichen Unfälle an den Küsten. Ein Opfer an der Nordsee und sieben an der Ostsee waren danach zu beklagen, im Vorjahr waren es noch 25. An der Küste ertrinken die Menschen vor allem an unbewachten Stränden. Alkohol und Selbstüberschätzung sind die Hauptgründe. Künftig will die DLRG Drohnen einsetzen, um die Rettungskräfte am Boden zu ergänzen.

An der Nordsee sind die starken Strömungen bei ablaufendem Wasser besonders gefährlich. „Wenn Sie vor die scharfkantigen Buhnen mit Seepocken oder Miesmuscheln gedrückt werden, sehen Sie hinterher aus wie Dracula“, warnt Rettungsschwimmer Gerhard Judas auf Norderney. Judas und seine Kollegin Ina Fürstenau aus Detmold sind stolz darauf, dass auf ihrem 300 Meter breiten Strandabschnitt bisher nichts passiert ist. „Prävention ist alles“, sagt auch Fürstenau, „es ist besser, einem Kind rechtzeitig das Schwimmen beizubringen, als es später retten zu müssen.“

Die größten Badegefahren lauern aber im Binnenland: Dort ertrinken die meisten Menschen an ungesicherten Badestellen an Flüssen, Seen und Kanälen. Und mit den derzeit heißen Temperaturen ist das Risiko von tödlichen Badeunfällen weiter gestiegen.

„Die beste Prävention heißt: Bringt euren Kindern schwimmen bei“, rät Reiners. Die Bedingungen für den Schwimmunterricht müssten dafür aber vielerorts besser werden. „Zur Vorsorge brauchen wir eine gute Infrastruktur mit Hallen- und Freibädern und ausreichend Zeiten für Schwimmkurse“, fordert Reiners. Denn in den Bädern konkurrierten oft verschiedene Gruppen wie Freizeitschwimmer, Taucher, Vereine und die Wasserretter um die oft knappen Nutzungszeiten.

Reiners hält die Mahnung „Wer nicht schwimmen kann, kann ertrinken“ für unzureichend und möchte es lieber positiv formulieren: „Wer schwimmen kann, dem steht eine ganze Welt an Freizeitaktivitäten offen. Das ist doch eine große Steigerung der Lebensqualität, wenn ich beim Segeln, Paddeln oder Surfen mitmachen kann, weil ich Schwimmer bin.“

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