Ganderkesee/Bookholzberg - Die neue DRK-Notarztwache in Bookholzberg hat die in sie gesetzten Erwartungen offenbar erfüllt. „Wir sind absolut zufrieden“, erklärte Dr. Peter Günther, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Oldenburg, als am Silvestertag Landrat Frank Eger das Haus an der Stedinger Str. 23 besuchte. Nur wenige Minuten zuvor hatte der Landrat bereits im Ort Ganderkesee hochzufriedene Rotkreuzler gesehen – in der neuen Rettungswache.

Zunächst zur Notarztwache. Sie hatte am 1. Januar 2013 den Betrieb aufgenommen. Ihr Zuständigkeitsbereich: die Gemeinden Ganderkesee und Hude sowie (als zweites Notarzteinsatzfahrzeug) Delmenhorst und die südliche Wesermarsch.

In ihrem ersten Jahr habe die rund um die Uhr mit einem Arzt und einem Rettungssanitäter besetzte Wache 1400 Einsätze gefahren, berichtete Günther. Das sei marginal mehr als im Jahr zuvor, als niedergelassene Ärzte aus Ganderkesee und Hude noch aus ihren Praxen abgeholt und zum Einsatzort gebracht wurden. Die durchschnittliche Ausrückzeit sei mit der neue Wache „sicher zwei, drei Minuten kürzer“ als bei der alten Regelung.

Was Günther herausstrich: Die Wache sei von Medizinern gut angenommen worden, die Dienstpläne für 2014 seien schon geschrieben. Zurzeit stehe ein Pool von 40 Notärzten zur Verfügung.

Vor der neuen Notarztwache hatte sich der Landrat die Ganderkeseer DRK-Rettungswache an ihrem neuen Standort an der Urneburger Str. 6a angeschaut. Erst am 20. Dezember sei hier der Betrieb aufgenommen worden, berichteten die Rettungsassistentinnen Lisa Tendahl und Michaela Osigus.

Der neue Standort – das DRK bezog frühere Räume der Feuerwehrtechnischen Zentrale – sei „optimal“, schwärmte Günter Bartels, zuständiger Dezernent im Vorstand des DRK-Kreisverbandes: „Mitten im Ort, da, wo die Menschen das Martinshorn gewohnt sind, mit kurzer Anbindung an die Autobahn.“

Im Schnitt würden mit den beiden am Standort Ganderkesee stationierten Fahrzeugen täglich etwa 15 Rettungseinsätze beziehungsweise Krankentransporte gefahren, schätzten die Rettungsassistentinnen. Zur Jahreswende liege die Zahl erfahrungsgemäß höher. So habe es Silvester 2012 allein in der Nachtschicht 14 Einsätze gegeben. Für die Zukunft sagte der Landrat steigende Zahlen voraus – was sich unter anderem durch den demografischen Wandel ergeben werde.

Der Landrat hatte mit seiner Besuchstour den Blick auf die Menschen lenken wollen, „die durch ihren Dienst ermöglichen, dass andere in Ruhe feiern können“.