• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Immer mehr Gewalttaten

14.02.2017

Hannover /Oldenburg Männlich, eher jung, dazu oftmals Flüchtling – diese Gruppe sorgt in Niedersachsen für einen dramatischen Anstieg bei den schweren Straftaten. Die Zahl der Rohheitsdelikte, von Körperverletzungen, Raub, Nötigung und Bedrohung steigt teilweise bis zu zehn Prozent auf insgesamt mehr als 80 000 Straftaten.

Das geht aus der Kriminalitätsstatistik 2016 hervor, die Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Montag vorstellte. Pistorius zeigte sich besorgt über den „hohen Anteil von Männern“ in dieser Tätergruppe. Die Aufklärungsquote liegt immerhin bei über 91 Prozent.

Diese Entwicklungen ragen im vergangenen Jahr besonders heraus: der überproportionale Anstieg (fast 19 Prozent) bei arbeitslosen Gewaltverdächtigen, steigende Gewalttaten gegen Flüchtlinge, aber auch gegenseitige Gewalttaten von Flüchtlingen. „Schwere Körperverletzungen im Flüchtlingskontext wurden zu einem großen Teil untereinander begangen“, bestätigt Niedersachsens Polizeichef Uwe Binias.

Zugleich wächst die Ausländerkriminalität insgesamt. So stieg die Zahl nicht-deutscher Tatverdächtiger um 16,7 Prozent beziehungsweise 7807 Straftaten auf 54 645 – obwohl die Kriminalität in Niedersachsen zugleich leicht zurückging um 6507 Fälle (minus 1,14 Prozent) auf insgesamt 561 963 Straftaten. Binias erklärt: „Die Entwicklung der Kriminalität durch nicht-deutsche Tatverdächtige ist maßgeblich geprägt durch tatverdächtige Flüchtlinge mit einem Anstieg von 42,58 Prozent.“ Für Innenminister Pistorius sind Flüchtlinge wegen geringer Einkommen und fehlender sozialer Bindungen „überproportional gefährdet, kriminell zu werden“.

Auch die Zahl der Mord- und Totschlagsfälle stieg insgesamt von 392 im Jahr 2015 auf nun 514. Dass sich die Zahl der Morde von 109 auf 169 steigerte, hängt vor allem mit der Mordserie des Krankenpflegers Niels Högel in Delmenhorst und Oldenburg zusammen. Mehr als 70 Fälle aus der Serie seien im vergangenen Jahr abgeschlossen worden und daher nun auch in die Statistik für 2016 eingegangen, erläutert Binias.

Der Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen scheint hingegen gestoppt. Die Zahl der Taten ging im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 170 auf 16 405 Fälle zurück. Dies bedeutet für Pistorius aber keine Entwarnung.

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

Weitere Nachrichten:

SPD | Delmenhorst | Innenministerium | dpa

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.