Cloppenburg - Polizei in Fahrschulen: So lautet der Titel eines landesweiten Projektes, an dem sich auch die Polizeiinspektion (PI) Cloppenburg/Vechta beteiligt. Der Startschuss für den Kreis Cloppenburg ist am Mittwoch, 29. März, in der Cloppenburger Fahrschule Niehoff gefallen.
Obwohl sie auf den Besuch der Beamten vorbereitet waren, zeigten sich die Fahrschüler überrascht, als Anne Tholen, Daniela Seeger und Bernd Norrenbrock sowie der stellvertretende PI-Chef Walter Sieveke die Fahrschule betraten. Sieveke stellte das Projekt vor. „Wir haben in der Kreisgruppe der Fahrschulen darüber gesprochen und die Aktion gut gefunden“, ergänzte Gastgeber Sascha Niehoff.
Bei dem Projekt wird anhand tödlicher Verkehrsunfälle versucht, deren Hintergründe zu analysieren. So hatte sich jeder der drei Beamten einen Fall ausgesucht und vorgestellt. Dabei ging es um die Klärung der Unfallursache. Fragen galten etwa der Geschwindigkeit, Alkohol oder Drogen.
Die Verantwortlichen suchen Fahrschulen auf, weil dort die Risikogruppen im Landkreis – 18 bis 24 Jahre und 25 bis 34 Jahre – anzutreffen sind. Ein Fokus der Gespräche lag auf tödlichen Unfällen. Häufigste Ursachen waren Tempoüberschreitungen und zu geringer Abstand.
Zudem berichteten die Beamten über ihre Einstellung, wenn sie zu einem schweren Unfall gerufen werden. Als Beispiel wurde ein Unfall mit drei toten Jugendlichen im Raum Barßel genannt. Fotos und Zeitungsartikel illustrierten das Geschehen.
Beim zweiten Beispiel ging es um einen Verkehrsunfall in Hamstrup, bei dem eine junge Frau in ihrem Pkw verbrannte. Ein tödlicher Motorradunfall im Bereich Bevern schloss die Beispiele ab.
Bei einer Diskussion ging es um mögliche Ursachen sowie um das Freizeitverhalten Jugendlicher. Die Beamten stellten dar, was ein Autofahrer beachten muss. Zudem wurde deutlich, dass sich Freizeitverhalten auf das Fahrverhalten auswirkt. Am Ende zeigten sich die Fahrschüler gut informiert. „Information von Polizeibeamten zu erhalten finde ich gut und wichtig“, so eine Teilnehmerin.
