Wildeshausen - Der kleine Justus war ganz glücklich: Er hatte eines von vier versteckten T-Shirts auf dem Feuerwehrwagen gefunden. „Das passt“, meinte Mutter Daniela Wellberg. Ihr vierjähriger Sohn war derweil schon weiter geeilt: ans Lenkrad eines Tanklöschfahrzeugs.

Freiwillige Feuerwehr, die DLRG-Ortsgruppe und der Malteser-Hilfsdienst hatten am Sonnabend im Rahmen der Ferienpassaktion zum „Tag der Rettungskräfte“ ans Feuerwehrhaus Wildeshausen geladen. „Ihr könnt uns zwei Stunden lang Löcher in den Bauch fragen“, sagte Stadtjugendfeuerwehrwart Frederik Kazuch bei der Begrüßung der Kinder und ihrer Eltern. Zuvor hatten die Jugendfeuerwehrleute Daniel Müller II und René Simon die Kinder unter schwerem Atemschutz vom Gildeplatz abgeholt. „Der Tag soll helfen, Ängste abzubauen“, meinte auch Martin Oelerich vom Malteser Hilfsdienst, der gemeinsam mit Malin Varnhorn und Glenn Schütte den Kindern geduldig den Rettungswagen und den Einsatz der Geräte an Bord erklärte.

Begeistert Schwimmwesten legten die Kindern an, als sie das Boot der DLRG-Ortsgruppe bestiegen. Heino Fastje, Nico Murken, Henrike Drühe und Arnd Fastje führten die Rettungsmittel vor. „Wenn wir einmal jemanden aus eiskaltem Wasser retten müssen, ziehen wir den an“, sagte Fastje – und holte den orange-farbenen Überlebensanzug hervor. Zudem versuchte die DLRG, neue Mitglieder zu gewinnen.

Die Jugendfeuerwehr hatte ebenfalls ein buntes Programm vorbereitet, um ihre Leistungsfähigkeit zu demonstrieren. Mit dem Schlauch konnten Dosen weggespritzt werden. Der kleine Tino, fast zwei Jahre alt, war kaum vom Lenkrad des Löschfahrzeugs wegzubekommen. Und Theo (4) ließ sich von Thorben Dartsch (13) einen Einsatz erklären. „Sieht so bei Euch das Telefon aus?“, fragte der Steppke mit Blick auf einen qua­dratischen „Knochen“. Selbst auf dem Spielteppich war zeitweilig kein Platz mehr zu bekommen.