Altenhuntorf - Es war kein leichtes Jahr für die aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altenhuntorf. Unter den insgesamt zwölf Einsätzen gab es zwei Hilfeleistungseinsätze, die den Feuerwehrleuten emotional schwer zu schaffen machten.

Auf der Jahreshauptversammlung erläuterte Ortsbrandmeister Ralf Heinemann die Details des Verkehrsunfalls im Mai 2016 auf der L 865 in der Huntorfer Kurve. Ein Auto hatte sich überschlagen und rutschte auf dem Dach gegen einen Baum. Einer der vier Insassen überlebte diesen Unfall nicht, die anderen drei konnten verletzt gerettet werden.

Ebenfalls im Mai endete ein Hilfeleistungseinsatz tragisch. In Kortendorf stellte die Ortswehr nach der gewaltsamen Öffnung einer Schuppentür fest, dass es keine Rettung mehr für die Person gab. Zwischen Brandeinsätzen gab es eine Großtierrettung, bei dem ein junges Rind, das in einen Güllekeller gestürzt war, unter schwerem Atemschutz gerettet werden konnte.

Als „spektakulärsten“ Einsatz bezeichnete Ralf Heinemann die Alarmierung, die zu einem Schiffsbrand auf der Hunte führte. Die unwegsame Einsatzstelle brachte die Elsflether Wehren in Schwierigkeiten, auch die Bergung des ausgebrannten Wracks war für die Einsatzkräfte aus Altenhuntorf, Bardenfleth, Neuenbrok und Elsfleth über fünf Stunden eine logistische Herausforderung. Ralf Heinemann lobte die gute Zusammenarbeit mit den benachbarten Wehren der Stadt Elsfleth, erläuterte die Fortbildung der Kameraden, das gesellschaftliche Leben mit der Dorfbevölkerung und den Stadtwettkampf 2016, bei dem die Ortswehr Platz 1 und Platz 4 belegte. Als Gäste der Jahreshauptversammlung zollten Bürgermeisterin Brigitte Fuchs, der Feuerwehrausschussvorsitzende Volker Osterloh und Stadtbrandmeister Jürgen Zech der Ortswehr ihren Respekt für die ehrenamtlich geleistete Arbeit.

Beim Brand in Sandfeld, bei dem ein Reetdachhaus bis auf die Grundmauern niederbrannte, kamen auch ein Bagger, ein Schlepper und ein Muldenkipper zum Einsatz, um die Glutnester im Reet zu beseitigen. Geordert wurden die Geräte bei der Firma Büsing & Lübben. Malte Lübben, Juniorchef des Unternehmens und Ratsherr der Stadt Elsfleth, teilte in Butteldorf mit: „Es wird von uns keine Rechnung geben, weil wir gerne helfen und die Wehren unterstützen!“

Ohne Berücksichtigung der Arbeitsstunden der Gruppenführer und Fachwarte leistete die Ortswehr insgesamt 2655 Dienst- und Einsatzstunden. Aktiv sind zurzeit 37 Kameraden (alle männlich!) bei einem Altersdurchschnitt von 36,6 Jahren. Stadtbrandmeister Jürgen Zech beförderte den Kameraden Hendrik Vollers zum Hauptfeuerwehrmann.

Eine „kleine Sensation“ verkündete Heinemann zum Schluss der Versammlung: Bei der seit Jahren frauenfreien Ortswehr hätte eine Mitbürgerin kürzlich ganz vorsichtig an die Tür geklopft und sich über Wehr und Dienste erkundigt. Es bleibt spannend in Altenhuntorf!