Jever - Die Freiwillige Feuerwehr ist unverzichtbar im Rettungswesen. Das betonten Bürgermeister Jan Edo Albers und Feuerwehrausschussvorsitzender Dieter Janßen bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Jever. „Ein verletzungsfreies Einsatzjahr 2017“ wünschte der Bürgermeister allen. Er erinnerte daran, dass Menschen, die dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ihre Rettung oder das ihres Habs und Guts verdankten oft vergessen, dass es Freiwillige sind, die helfen.
Landrat Sven Ambrosy berichtete, dass mit der Modernisierung der Feuerwehrtechnischen Zentrale der Landkreis die Anforderungen des Brandschutzgesetzes übererfüllt – das sei Ausdruck der Wertschätzung für die Feuerwehr. Die FTZ in Jever ist Ausbildungs- und Übungsstätte sowie für die Prüfung der Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehren Frieslands zuständig.
Ambrosy lobte, dass durch den umsichtigen Einsatz beim Fermenterbrand im Abfallwirtschaftszentrum in Wiefels hoher wirtschaftlicher Schaden vermieden worden sei.
Kreisbrandmeister Gerd Zunken würdigte die Kinder- und Jugendarbeit in Jever. Zugleich hob er auch die überdurchschnittliche Frauenquote in Jevers Wehren hervor. Bedenklich sei, so Zunken, dass das Einsatzspektrum der Feuerwehren mit Menschenrettung und Bergung von Verletzten immer wieder zu unerkannten Traumata bei den Einsatzkräften führt. Deshalb hat die Kreisfeuerwehr ein Ausbildungsprojekt gestartet: Führungskräfte werden geschult, um Symptome unverarbeiteten Stress’ und psychischer Belastungen bei den Feuerwehrleuten zu erkennen und für Hilfe zu sorgen.
Bereits in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Cleverns wurde Helmut Stratmann nach 20-jähriger Diensttätigkeit als Stadtjugendfeuerwehrwart Dank und Anerkennung ausgesprochen. Die Nachfolge übernimmt Sabine Stratmann und als Stellvertreter Tobias Podein. Der Stadtbrandmeister dankte auch Saskia Reger, die aus dem Leitungsteam der Kinderfeuerwehr ausscheidet.
Zerbsts Ortswehrleiter Steffen Schneider berichtete kurz über das Feuerlöschwesen in der Partnerstadt. 26 Feuerwehren gehören seit der Gebietsreform zur Stadt Zerbst, die zu 473 Einsätzen alarmiert wurden. Davon entfielen 139 auf die Ortsfeuerwehr Zerbst. Zu den 85 Brandeinsätzen gehörte ein großer Waldbrand und 54-mal wurde technische Hilfeleistung angefordert.
