JADERBERG - Seit gut zwei Jahren gibt es sie nun, die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Jaderberg. Sie können über den Notruf 112 gleichzeitig mit dem Rettungsdienst alarmiert werden und sind in etwa vier Minuten mit ihrem medizinisch gut ausgerüsteten Einsatzfahrzeug in Jaderberg vor Ort. Bis zum Eintreffen des hauptamtlichen Rettungsdienstes und des Notarztes leisten sie dann schnelle Ersthilfe.
Da die Anfahrt des Rettungsdienstes aus Varel oder Strückhausen etwa eine Viertelstunde dauert, ist die schnelle Hilfe durch die First Responder recht wertvoll. Immerhin hatten die First Responder (zu deutsch etwa: Erstreaktionskräfte) seit ihrem Einsatzbeginn im Dezember 2005 bis Ende Dezember 2007 insgesamt 62 Einsätze, davon 27 Einsätze im vergangenen Jahr. Inzwischen hat sich die Gruppe auf 23 Mitglieder vergrößert.
Wegen der Neuzugänge soll in diesem Jahr ein neuer Lehrgang für Rettungsanitäterhelfer angeboten werden. Die aktiven Mitglieder der First Respondergruppe leisten neben den regulären Feuerwehrdiensten und Einsätzen auch hier ehrenamtlich ihren Dienst.
Bevor die First Responder ihren ersten Einsatz fahren, müssen sie eine intensive Ausbildung absolvieren. Bei Uwe Nethke, Lehrrettungsassistent der JUH und Manuel Vogt, Berufsfeuerwehrmann, beide mit Rettungseinsätzen gut vertraut und Mitglied der First Respondergruppe und der Feuerwehr Jaderberg sowie Kreisfeuerwehrarzt Dr. Olaf Hesper absolvieren die Rettungssanitäterhelfer laufend eine intensive Ausbildung vor Ort.
„Mit Dr. Olaf Hesper haben wir am Jahresende wieder alle Einsätze durchgesprochen, um zu sehen, ob wir hätten etwa besser machen können oder um auch zu hören, was wir aus seiner Sicht sehr gut abgearbeitet haben“, sagt der neue Leiter der First Respondergruppe, Timo Sommer, der dieses Amt im Herbst von Lutz Czubinzki übernommen hat.
„Die Statistik der vielen Einsätze zeigt mal wieder, dass wir nicht unwichtig sind. Wir wollen keine Helden sein, sondern lediglich sehr gute erste Hilfe bis zum Eintreffen des hauptamtlichen Rettungsdienstes leisten.“, sagt Timo Sommer, der auch darauf hinweist, dass die First Responder sich von Anfang an eigenständig finanzieren müssen: „Ohne Spenden könnten wir keine Ausrüstung oder Verbrauchsmaterial kaufen, wir könnten nicht mal das Fahrzeug bewegen.“
