Wildeshausen - Das vergangene Jahr hat den 83 aktiven Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen einmal mehr vollen Einsatz abverlangt. „Mit 133 Einsätzen war 2016 kein ruhiges Jahr für uns“, erklärte Ortsbrandmeister Hermann Cordes anlässlich der Jahreshauptversammlung am Samstag im Feuerwehrhaus.

Mit 2590 Einsatzstunden habe auf den Schultern der Feuerwehr viel Arbeit gelastet. „Gleich in der Neujahrsnacht kam der erste Einsatz. 16 wurden es im Januar 2016. Wir hatten, aufs Jahr gesehen, fünf Großbrände, darunter den Scheunenbrand in Düngstrup und den Brand des Hotels Gut Altona, zu bewältigen, Türöffnungen, Tierrettung, Sturmschäden, Umwelteinsätze, Keller auspumpen und Verkehrsunfälle gehörten zum Einsatzspektrum“, so Cordes.

Die Zahl der Fehlalarme sei von 32 in 2013 auf 16 Alarmierungen in 2016 gesunken. „Das sind aber noch immer zu viele“, betonte er.

4000 Stunden schlugen bei der Jugendfeuerwehr zu Buche. Damit sei sehr gute Arbeit bei Wettbewerben, Diensten und Veranstaltungen gemacht worden. Für Stadtjugendwart Frederik Kazuch hat Simon Schmidt diesen Posten übernommen. In der Altersabteilung versehen daneben 19 Kameraden ihren Dienst.

Ferner wies Cordes auf die Bestellung einer neuer Feuerwehrdrehleiter hin, die im Dezember 2016 raus ging. Es handelt sich um eine Magirusleiter auf einem Daimler-Benz-Fahrgestell.

Bei den Wahlen zu den Gerätewarten erhielten Hendrik Bock und Tobias Müller erneut das Vertrauen.

Allgegenwärtig ist auch der Neubau des Feuerwehrhauses. „Diese Jahreshauptversammlung sollte die letzte in der Huntestraße sein“, blickte Hermann Cordes in die Zukunft. Gerechnet wird damit, im Herbst 2017 in den Neubau umziehen zu können. Cordes: „Der Arbeitskreis verbrachte unzählige Stunden mit der Planung. Ein Thema ist immer noch der Kurvenausbau in der Krandelstraße, aber ich denke, auch dafür wird man eine Lösung finden.“

Bürgermeister Jens Kuraschinski erinnerte an die großen Einsätze, auch den am Himmelfahrtstag, als bei der Gildeversammlung im Rathaus die Sirenen zum Brand des Krandelbades riefen. Zum Glück konnte Schlimmeres verhindert werden.

Kreisbrandmeister Andreas Tangemann betonte, dass die Wildeshauser Feuerwehr im Landkreis mit mehr als 20 000 Dienststunden an erster Stelle stünde.