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Ehec-Bakterien: „Jetzt bloß nicht in Panik verfallen“

26.05.2011

DELMENHORST Seit Tagen hält der gefährliche Durchfallkeim EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) den Norden Deutschlands in Atem und wandert nun auch südwärts. In Delmenhorst ist die Lage aber nach wie vor entspannt.

„Wir haben zwar einige Patienten mit Durchfall, aber das EHEC-Bakterium trägt keiner in sich“, versicherte Dr. Wolfgang Pape, Chefarzt, Internist und Gastroenterologe am St. Josef-Stift. „Wir sind aber darauf vorbereitet. Alle Patienten mit Durchfall werden in Einzelzimmern mit eigener Toilette isoliert.“ Gleiches vermeldet das Klinikum Delmenhorst.

Doch ab welchem Punkt sollte es mögliche Patienten ins Krankenhaus verschlagen? Laut des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes gehören wässriger Durchfall mit kolikartigen Bauchschmerzen, Erbrechen und leichtes Fieber zu den Symptomen der Infektion durch die EHEC-Bakterien. In etwa 20 Prozent der Fälle kann es zu blutigem Durchfall kommen, der insbesondere bei Kindern und Frauen lebensbedrohliche Beeinträchtigungen der Nierenfunktion und den Tod nach sich ziehen kann. Darum der ärztliche Rat: „Wer Durchfall hat, sollte sofort ein Krankenhaus aufsuchen“, so Pape.

Damit die Lage in Delmenhorst so entspannt bleibt, hat die Stadt ein Merkblatt des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes an alle Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen verteilt. Darauf sind Tipps zu finden, wie man sich vor den Bakterien, die sich im Kot von landwirtschaftlichen Nutztieren wie Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen befinden, schützen kann.

Da die Bakterien vorrangig durch Handkontakt übertragen werden, sollte man sich demnach nach jedem Toilettengang gründlich die Hände waschen, ebenso vor dem Zubereiten von Mahlzeiten. Lebensmittel tierischer Herkunft sollten dabei nicht roh verzehrt werden, Rohmilch muss abgekocht werden, auch die sogenannte Vorzugsmilch.

Weil auch Gemüse durch Düngung von den Bakterien betroffen sein kann, sollte es vor dem Verzehr gut abgewaschen und möglichst nicht roh gegessen werden. Zudem sollten Nutztiere nicht gestreichelt werden. Ansonsten gilt es, Ruhe zu bewahren: „Man sollte sich sensibilisieren, aber jetzt bloß nicht in Panik verfallen“, so Pape.

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