Jever - Das war ein erster Schultag mit Hindernissen: Gerade war die Begrüßungsfeier für die neuen 132 Fünftklässler in der mit Eltern und Angehörigen voll besetzten Turnhalle zu Ende gegangen, da schallte am Donnerstag um kurz vor 10 Uhr der Feueralarm durchs Mariengymnasium. Alle raus, hieß das. Die Mädchen und Jungen verließen zusammen mit den Lehrern die Schule und strömten auf den Schlossplatz. Schon bald war auch die Sirene der Feuerwehr zu hören.

Grund für den Feueralarm: Im Keller der Schule qualmte eine Waschmaschine. Ein technischer Defekt, der schnell behoben war und keine nennenswerten Schäden verursachte. Nach einer halben Stunde war der Alarm aufgehoben und machten sich Schüler und Lehrer auf den Weg zurück in die Schule.

„Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, dann ist es auch nicht das Ende.“ Ein Schild mit diesem Spruch hängt im Büro des neuen stellvertretenden Schulleiters Jürgen Ploeger-Lobeck und mit Blick auf den brandheißen Start ins neue Schuljahr passte das schonmal. Der 43-jährige Gymnasiallehrer für Mathematik und Englisch hat zum 1. August als Nachfolger von Dr. Martin Lichte die Stelle als stellvertretender Schulleiter am Mariengymnasium Jever angetreten. Weil aber Schulleiter Frank Timmermann in die Schulbehörde gewechselt ist, ist Ploeger-Lobeck nun vorerst nicht nur Stellvertreter, sondern Schulleiter.

Ploeger-Lobeck stammt aus Leer, hat in Münster studiert und war zuletzt fünf Jahre am Ulricianum in Aurich tätig - eine Schule ähnlicher Struktur wie das Mariengymnasium. In Jever wolle er nicht alles umwerfen und neu machen: „Das ist hier eine großartige Schule, und es soll eine großartie Schule bleiben. Trotz des Wechsels an der Spitze der Schulleitung und einer noch nicht besetzten Stelle läuft der Schulbetrieb seinen gewohnten Gang.

„Es ist ein tolle und erfahrene Mannschaft hier“, sagt Ploeger-Lobeck,. Er spricht gern in Fußballer-Sprache: Der 43-Jährige war lange aktiver Kicker, trainiert die Mannschaft seiner Tochter in Wilhelmshaven und hat den Wimpel seines Lieblings-Clubs ebenfalls an der Wand. Es ist nicht Werder Bremen. Das wird er noch öfter erklären müssen.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever