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RÜCKBLICK Feuerwehr kann Schlimmeres verhindern

JEVER - Ortsbrandmeister Franz Polter wurde mit der Verdienstmedaille der Kreisfeuerwehr geehrt. Stefan Uber löst ihn am 1. Juni ab.

Von Kirsten Homola

JEVER - Es war der letzte Jahresbericht, den der Ortsbrandmeister der Ortswehr Jever, Franz Polter, auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Jever und der Ortswehr Jever im Schützenhof gehalten hat. Er steht für das Amt nicht mehr zur Verfügung, „aus persönlichen Gründen“, wie er bereits auf der jüngsten Mitgliederversammlung im Februar erklärt hatte.

Auf der damaligen Versammlung waren deshalb bereits Neuwahlen durchgeführt worden. mehr als sechs Jahre lang hatte Polter das Amt inne. Zu seinem Nachfolger wurde Stefan Uber gewählt, Klaus-Dieter Rickels übernimmt die Pflichten des stellvertretenden Ortsbrandmeisters. Hans-Hermann Specht bleibt Stadtbrandmeister.

Die Ernannten müssen allerdings noch durch den Rat der Stadt Jever bestätigt werden. Nach Ernennung und Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis werden sie die Ämter zum 1. Juni übernehmen.

Seine Anerkennung sprach Stadtbrandmeister Hans-Hermann Specht dem scheidenden Ortsbrandmeister aus und gab einen kurzen Rückblick über Polters Amtszeit. „Er hat mit großem zeitlichen Aufwand und Ehrgeiz das 2001 eingeführte Feuerwehrverwaltungsprogramm des Landesfeuerwehrverbandes zum Laufen gebracht und die Pflege der Daten mit fortgeführt.“

Für seine Verdienste um die Ortswehr bekam der völlig überraschte Polter vom Stadtbrandmeister die Verdienstmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Friesland überreicht.

2005 sei ein relativ ruhiges Jahr gewesen, resümierte Polter. Die Zahl der Brandeinsätze sei im Vergleich zu 2004 leicht zurückgegangen. „Dennoch hatten wir 26 Brandeinsätze, davon sechs Entstehungsbrände, 18 Kleinbrände, einen Mittel- und einen Großbrand.“ Erfreulich sei ebenso der Rückgang der Fehlalarme von zehn auf vier.

Polter erinnerte daran, dass durch das schnelle Eingreifen der Ortsfeuerwehr Jever in zwei Fällen Schlimmeres verhindert werden konnte. Insgesamt leisteten die 60 aktiven Kameraden in Jever bei 167 Einsätzen 3887 Stunden ab. Neben den Brandeinsätzen hätten die Mitglieder der Ortswehr bei vielen Veranstaltungen für die Sicherheit gesorgt, beispielsweise im Theater am Dannhalm.

Dennoch sei dieser Wert nur ein theoretischer, die tatsächliche Stundenzahl liege weit höher: „Hinzu kommen noch Aufräumarbeiten, Säuberungen und Pflege der Fahrzeuge und Gerätschaften“, erklärte Polter.

Wie wichtig Aus- und Fortbildungen für die Feuerwehrkameraden seien, betonte nicht nur er, sondern auch der stellvertretende Bürgermeister Siegfried Harms. Er fügte hinzu: „Ebenso wichtig ist eine gute Ausrüstung.“

Umso erfreulicher war die Nachricht von Landrat Sven Ambrosy, dass der Landkreis das Budget für Ordnung und Sicherheit nicht gekürzt habe. Der Landkreis steuert einen Zuschuss von 25 000 Euro für das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug bei, das Ende April an die jeversche Ortswehr ausgeliefert werden soll.

Eine unvorhergesehene Ausgabe muss die Feuerwehr in diesem Jahr wuppen: die Ausstattung der Fahrzeuge mit Winterreifen, die nun gesetzlich vorgeschrieben sind.

Ehrungen und Beförderungen

Mit 117 Einsätzen

leistete die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Jever 5687 Stunden ab. Stadtbrandmeister Hans-Hermann Specht zeigte sich besonders erfreut über den Frauenanteil in der Wehr von elf Prozent.

Für langjährige

Zugehörigkeit wurden für 60 Jahre Konrad Bargen und Heinrich Dirks geehrt. Georg Poppinga hält der Feuerwehr seit 40 Jahren die Treue.

Die Verdienstmedaille

der Feuerwehr Jever erhielt Andreas Neeland für seine stetige Arbeit am Internetauftritt. Befördert wurden Mario Ahlich, Theo Bünting, Jan Götze, Peter Herrmann, Andreas Neeland, Olaf Rieken und Wilhelm Barth.
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