JEVER/SCHORTENS - Genau 13 Minuten brauchte Tomas Hauschild, dann war der Spuk vorbei. Um 21.15 Uhr gab der Sprengstoffexperte Entwarnung, die Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war entschärft (. . . mehr). Der Rest war Routine: Die Bombe zu einem Spezialdepot gebracht, wo sich nun auf ihre Verschrottung wartet.
Die rund 500 Bewohner im Umkreis, die am Mittwochabend wegen des Bombenfunds ihre Häuser verlassen mussten, bekamen davon nichts mit. Ab 18 Uhr waren sie über die Räumung informiert worden und sammelten sich im Bürgerhaus Schortens und im Kindergarten Moorwarfen. Einige zeigten sich unwirsch, berichtete Schortens Ordnungsamtsleiter Holger Rabenstein. Doch in klärenden Gesprächen hätten die Helfer von THW, Feuerwehr und Polizei auch die letzten Zweifler vom Sinn der Evakuierung überzeugen können.
Die 500 Kilo schwere Fliegerbombe war nach der Auswertung von Luftbildern aus dem Zweiten Weltkrieg im Moorland zwischen Jever und Schortens entdeckt worden. Grabungen an der Fundstelle auf einer schwer erreichbaren Weide abseits der Jeverschen Straße hatten den Fundverdacht am Mittwochnachmittag bestätigt. Die Sprengstoffexperten entschlossen sich daraufhin, die Bombe, die in fünf Metern Tiefe lag, noch am Abend unschädlich zu machen.
Um 21.45 Uhr hatten die Kampfmittelbeseitiger ihre Sachen zusammengepackt und machten sich auf den Heimweg. Auch die Helfer von Feuerwehr und THW konnten wieder abrücken und die evakuierten Bürger in ihre Häuser zurückkehren.
