Rastede - Für Christian Ammermann war es die letzte Jahreshauptversammlung bei der Jugendfeuerwehr Rastede. 16 Jahre engagierte er sich in der Jugendabteilung. Nachdem er Ende Januar zum neuen Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Rastede gewählt worden war (NWZ  berichtete), gab er am Sonnabend die Leitung der Jugendwehr ab. Kai Sprenger übernimmt sein Amt, Hannes Hilljegerdes ist sein Stellvertreter.

„Der Dienstplan war so voll gepackt, dass wir uns ziemlich ranhalten mussten“, begann Ammermann seinen Bericht. Das „Fitmachen“ für den Kreisausscheid in Dänikhorst und das Treffen der Ammerländer Jugendfeuerwehren in Loy habe Kraft und Zeit gekostet. Das Zeltlager in Harpstedt in den Sommerferien sei nicht nur Erholung gewesen. Wettbewerbe und sportliche Aktivitäten standen auf dem Programm. Der 24-Stunden-Dienst im Zuge des Ausbildungsauftrages sei eine große Herausforderung für alle gewesen.

Die Jugendlichen seien im vergangenen Jahr in Gerätekunde, bei Lösch- und Funkübungen und technischer Hilfeleistung ausgebildet worden. Eine Besichtigung der Berufsfeuerwehr in Oldenburg habe ebenfalls auf dem Programm gestanden. Lob hätten sich die Mädchen und Jungen beim Aufräumen des Parks nach den Musiktagen und dem Landesturnier verdient.

Ein Mädchen und zwei Jungen seien im vergangenen Jahr „neu eingestiegen“. Am Ende des Jahres zählte die Jugendfeuerwehr drei Mädchen und 14 Jungen als Mitglieder. Sie und ihre neun Betreuerinnen und Betreuer verrichteten 53 Dienste in 141 Stunden feuerwehrtechnischer Ausbildung und 224 Stunden allgemeiner Jugendarbeit. Insgesamt kamen mit Dienstvorbereitung, Sitzungen und Seminaren 6145 Stunden Jugendarbeit zusammen.

„Unsere Jugendfeuerwehr bietet nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, sondern ist auch eine notwendige Vorbereitung auf den aktiven Dienst“, betonte Kreisjugendfeuerwart Dieter Behrends. Im Ammerland gebe es 13 Jugendfeuerwehren mit 42 Mädchen und 219 Jungen.

Der neue stellvertretende Ortsbrandmeister Horst Steenken lobte Ammermanns Arbeit und meinte: „Um den Nachwuchs ist mir nicht bange, das läuft.“ Heino Hilljegerdes, der Vorsitzende des im Aufbau befindlichen Feuerwehrfördervereins, erläuterte die Vorzüge dieses Vereins. Kai Sprenger sagte, er freue sich mit dem „Superteam“ auf die zukünftige Arbeit. Alle Kinder und Jugendlichen bekamen ein T-Shirt (gestiftet von der Firma Bohmann) als Einstandsgeschenk von ihrem „neuen Chef“.

Weitere Wahlen und Ehrungen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Als Jugendsprecher für die 10- bis 13-Jährigen wurde Sönke Hellmers und für die 14- bis 18-Jährigen Leon Hillje gewählt. Für fünfjährigen Dienst wurden Zoran Matejic, Kai Bohmann, Tom Enge, Leon Hillje und Yannik Segger geehrt. Als Dienstbeste mit den meisten Dienststunden im letzten Jahr konnte sich Bianca Roelofs als erstes Mädchen auf der edlen Eichentafel „verewigen“.