Schortens - Diese Sorgen hätte sicher auch manch andere Nachwuchsorganisation nur allzu gerne: Bei der Jugendfeuerwehr in Schortens herrscht Aufnahmestopp. Zu viele Kinder und Jugendliche wollen zur Feuerwehr, seit Jahren gibt es dort deshalb Wartelisten, erklärte Jugendwart Herbert Assing jetzt bei der Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Schortens. Freie Kapazitäten, um noch jüngere Kinder in einer Kinderfeuerwehr aufzunehmen, gebe es derzeit nicht.
Für Assing war dieses wohl die letzte Hauptversammlung als Schortenser Jugendwart; der inzwischen 63-Jährige scheidet in Kürze mit Erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst bei der Feuerwehr aus. Nachfolger als neuer Jugendwart soll Assings bisheriger Stellvertreter Sören Ideus werden.
Der sportlichen Fitness der künftigen Mitglieder der Einsatzabteilung der Feuerwehr gilt bereits in der Jugendwehr erhöhte Aufmerksamkeit. So hat der Heidmühler FC seine Unterstützung angeboten. Die künftigen Feuerwehrleute können in der Leichtathletik-sparte mittrainieren. Dann könnte es in diesem Jahr auch gleich im ersten Anlauf mit der Leistungsspange, quasi das Sportabzeichen der Jugendfeuerwehr, klappen.
Im vergangenen Jahr taten sich die Jugendlichen mit den Anforderungen schwer, was laut Assing aber auch am schlechten Zustand des Wettkampfplatzes gelegen habe. Erfolgreich beim Erwerb der Leistungsspange waren Rieke Hübner und Lukas Pierau. Beim Kreisentscheid habe sich die Jugendwehr immerhin einen respektablen dritten Platz erkämpft – bei insgesamt 13 teilnehmenden Mannschaften und einem neunten Platz im Jahr zuvor. Beim Stadtpokal gegen die beiden anderen Jugendwehren der Stadt waren die Schortenser sogar Sieger.
Mit 77 Dienst-Tagen waren Benjamin Frosch, Martin Schmidt und Lennart Müller am eifrigsten. Den Gründerpokal für besondere Verdienste erhielt der Leonard Birgfeld für sein Engagement und Teamgeist für das Erreichen der Leistungsspange.
