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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Hiv-Infektion Verschwiegen: Justiz soll Prostituierte aus Verkehr ziehen

17.09.2014

Wilhelmshaven /Oldenburg Weil sie mit Freiern den ungeschützten Geschlechtsverkehr vollzogen und ihre Aids-Infektion dabei verschwiegen haben soll, muss sich seit Dienstag eine 30-jährige Prostituierte aus Wilhelmshaven wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in etlichen Fällen vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Betroffen sind Männer aus Wilhelmshaven, den Landkreisen Friesland und Aurich sowie aus Köln.

Die Angeklagte gilt als unbelehrbar. Schon häufig ist sie in den vergangenen Jahren wegen gleicher Fälle verurteilt worden, zunächst vom Amtsgericht in Wilhelmshaven, dann vom Oldenburger Landgericht.

Bereits in Haft gewesen

Das Landgericht hatte sie Anfang 2010 zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, Ende 2010 zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. Und in jedem Prozess ist der 30-Jährigen mehr als deutlich gesagt worden, dass sie den Freiern gegenüber ihre Aids-Infektion offenlegen muss. Doch im entscheidenden Moment schweigt sie.

Die Taten, die jetzt verhandelt werden, sollen nach der Haftentlassung der Angeklagten im vergangenen Jahr passiert sein. Vom aktuellen Verfahren ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Es gelte, die Intimsphäre der Angeklagten und die der Freier zu schützen, so die Begründung. Frühere Verfahren dagegen wurden öffentlich verhandelt. In diesen Prozessen hatte die Angeklagte erklärt, den Freiern gegenüber stets von einem Kondom gesprochen zu haben.

Doch das entscheidende Wort heiße nicht „Kondom“, sondern „Aids“, hatten seinerzeit die Anklagevertreter gewettert. Sie wollen dem Treiben der Angeklagten nun ein endgültiges Ende setzen und halten dazu die Unterbringung der 30-Jährigen in der zeitlich unbegrenzten Sicherungsverwahrung für geboten.

Freier werden angehört

Doch zunächst wird der Prozess mit der Anhörung der namentlich bekannten Freier der Angeklagten fortgesetzt. Unter anderem soll geklärt werden, ob sie sich infiziert haben.

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