Varel - Wie sichere ich meine Türen und Fenster vor Einbrechern? Wie wichtig ist eine Alarmanlage? Können Kameras am Haus Diebe abschrecken? Oder einfach nur: Welche Firma unterstützt mich bei der Montage? Dieses waren am Mittwochmorgen die am häufigsten gestellten Fragen an Eugen Schnettler, Präventionsbeauftragter der Polizei Varel.
Zwei Stunden beriet er auf Einladung der Nordwest-Zeitung die Leser und Leserinnen der NWZ zum Thema Einbruchschutz. Der Andrang am Informationsstand der Rollenden NWZ-Redaktion auf dem Neumarktplatz war sehr groß.
Manfred Hilbers war extra aus Neuenburg nach Varel gekommen, um sich über die allgemeine Sicherung seines Hauses zu informieren. Er möchte sich gar nicht ausmalen was passiert, wenn Einbrecher kommen. „Das Gefühl, dass jemand im Haus war, damit haben die meisten Opfer zu kämpfen“, sagte er.
Am wichtigsten sei es, vor allem Türen und Fenster im rückwärtigen Bereich des Hauses zu sichern. „Am besten mit einer Mehrfachverriegelung“, rät Eugen Schnettler. Informationsmaterial gibt es auf der Dienststelle der Vareler Polizei an der Bahnhofstraße 51. Dort sowie im Handel könne man sich auch den Verriegelungsschutz anschauen und demonstrieren lassen.
Wie er seine Eingangstür am besten sichern könne, fragte Helmut Suren aus Varel. „Ein Panzerriegel in der Tür ist mit das Sicherste und am effektivsten“, sagte Eugen Schnettler. Den Einbau nehme jede Tischlerei vor.
Opfer eines Einbruchs am helllichten Tag ist indes Frido Wilken aus Varel geworden. Er berichtete am NWZ -Stand von seiner Erfahrung. „Wir sind gar nicht dahinter gekommen, dass sie bei uns eingestiegen sind“, sagte er: „Sie kamen einfach durch den Keller und nahmen eine Kassette mit Schmuck mit.“
Angst, dass er bei einem Einbruch zu Hause sein könne, hat Fritz Straten aus Winkelsheide. Diese Furcht nahm Eugen Schnettler ihm: „Der typische Einbrecher ist kein Räuber.“ Dennoch habe Straten eine Alarmanlage installiert, die über sein Handy Alarm gibt. „Das ist eine gute Ergänzung“, sagte der Polizist.
Er betonte aber auch: „Wir empfehlen feste Sicherungen, so dass der Täter erst gar nicht in das Haus oder die Wohnung rein kommt. Die Alarmanlage meldet ja nur, wenn einer drin ist. Und bei einem Fehlalarm gibt es eine Rechnung für den Einsatz.“ Viele setzen zudem auf eine Beleuchtung am Haus. „Die reicht ebenfalls nicht aus, da die meisten Einbrüche tagsüber geschehen“, sagte Eugen Schnettler.
Schutz können zudem Kameras bringen. „Sie müssen aber in Kopfhöhe angebracht sein“, erklärte Eugen Schnettler. Viele installieren das „technische Auge“ zu hoch: „Oft haben Täter Kapuzenpullover an oder tragen Baseball-Kappen. Auf den Bildern ist dann zumeist nur die Statur der Person zu erkennen und nicht das Gesicht“.
