Wenn wir’s nicht ohnehin schon geahnt hätten, dann wissen wir’s jetzt ganz genau: Die Darmkrankheit bei Kaninchen ist ’ne echt miese Geschichte, sie rafft in Bösel Jahr für Jahr ganze Generationen von Jungtieren dahin und sorgt für reichlich graue Haare bei den Kleintierzüchtern. Dass vor diesem Hintergrund die Generalversammlung des Kleintierzuchtvereins I 96 in der vergangenen Woche für Willi Taphorn ein Högepunkt seiner Züchterlaufbahn war, lag an einer Auszeichnung, die ihm Vorsitzender Reinhold Cloppenburg verlieh. Als „Urgestirn“ des Vereins wurde Taphorn zum „Züchter des Jahres“ gekürt. Vor allem wohl deshalb, weil Taphorn trotz drohender Darmkrankheiten bei den kuscheligen Tierchen seit Jahren mit beachtlichen Zuchterfolgen aufwarten konnte. Und nicht zuletzt sei er „ein Aktivposten des Vereins“. Nach so viel Lob konnte Taphorn auch kaum
noch Nein sagen, als es bei den Neuwahlen um die kommissarische Besetzung des Schriftführerpostens ging. Seufzend willigte Willi ein. Immerhin musste er nicht auch noch den verwaisten Posten vom bisherigen Vorsitzenden des Geflügelbereiches, Otto Uhlenkamp, übernehmen. Dessen Nachfolge bleibt bis auf Weiteres ungeregelt.
Ein Hauch von Paris und Mailand lag am vergangenen Sonnabend über Thüle, als das Friesoyther Modehaus Thien im Gasthof Sieger die Mode präsentierte, die Mann und Frau tragen müssen, um en vogue zu sein. Die Models hießen zwar nicht Heidi Klum oder Naomi Campbell, aber die Schülerinnen und Schüler der BBS Friesoythe, die das Modehaus stattdessen verpflichtet hatte, standen den berühmten Vorbildern kaum nach und schritten über den Laufsteg, als hätten sie nie etwas anderes getan. Die Modenschau war einer der Höhepunkte des Winterballs, den die BBS veranstaltet hatte. Und nicht nur die Models präsentierten sich mit dem nötigen Chic, auch die Ballgäste hatten sich mächtig in Schale geworfen und manches Prêt-à-porter auf der Tanzfläche präsentiert. Schulleiter Georg Pancratz sah’s mit Wohlgefallen, zumal er auch viele Gäste begrüßen konnte. Und er bedankte sich besonders beim Organisationsteam vom
Miniunternehmen „Our“, das den Ball in wochenlanger Vorarbeit perfekt organisiert hatte.
Lob zollte der Vorsitzende des SV Altenoythe, Werner Cloppenburg Schiedsrichter Alfred Köhler, der seit 25 Jahren aktiv pfeift. Auf Leute wie Köhler sei der Verein stolz, sie engagierten sich uneigennützig für den Verein und damit für die ganze Gesellschaft, sagte der Vorsitzende bei der Generalversammlung des SVA.
Kaum jemand kann das so perfekt und glaubwürdig, wie Bösels Bürgermeister Gerhard Höffmann – Dank sagen. Das tat er mit seinem Grußwort bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bösel, die, so Höffmann, wie immer alle ihre Aufgaben mit großer Zuverlässigkiet erfüllt habe. Und ein bisschen Eigenlob war natürlich auch dabei, denn immerhin hatte die Gemeinde dafür gesorgt, dass die Böseler Feuerwehr ganz gut ausgestattet ist. Das kam ihr zuletzt beim Großbrand in Friesoythe zugute, wo die Böseler dazu beitrugen, dass das brennende Möbelhaus Hemmen nicht noch schwerer beschädigt wurde. Und Höffmann wäre nicht Höffmann, hätte er nicht noch ein kleines Geschenk mitgebracht: Die Böseler Wehr soll ein neues Einsatzleitfahrzeug erhalten, dafür soll trotz aller Finanznöte des kommunalen Haushaltes 2005 Geld locker gemacht werden. Solche Nachrichten freuten Gemeindebrandmeister
Franz-Josef Lübbe natürlich sehr. Immerhin musste die Böseler Feuerwehr im vergangenen Jahr 25 Mal zum Löschen ausrücken, davon vier Mal zu einem Großbrand. Ehrungen gab es auch bei dieser Generalversammlung. Die herausragendste erhielt Dirk Lübbe. Er wurde als „Feuerwehrmann des Jahres“ ausgezeichnet. Ebenso herausragend auch die Ehrung von Josef Schnieders. Er ist seit 50 Jahren Mitglied der Böseler Feuerwehr. Noch etwas länger – nämlich 60 Jahre – ist Bernd Brinkmann dabei. Dessen Ehrung wird ebenso nachgeholt wie die von Karl Tangemann, der seit 50 Jahren löscht. Beide waren bei der Versammlung verhindert. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Klaus Schmitt, Gerhard Schmidt und
Franz-Josef Nording geehrt. Auch Beförderungen gab es: Markus Olliges ist jetzt Löschmeister, Thorsten Reinken Hauptfeuerwehrmann und Tobias Faske, Marco Lücking und Henning Wielenberg ordentliche Feuerwehrmänner.
