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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Nach Bluttat In Wardenburg: Fünffache Mutter erstochen – Urteil jetzt rechtskräftig

04.08.2018

Karlsruhe /Wardenburg Der irakische Familienvater aus Wardenburg (Kreis Oldenburg), der am 17. Mai 2017 seine Ehefrau im Beisein der fünf Kinder mit neun Messerstichen in Hals und Oberkörper getötet hatte, bleibt in Haft. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen. Der BGH teilte in allen Punkten die Überzeugungen und Feststellungen der Oldenburger Schwurgerichtskammer. Damit ist das Urteil rechtskräftig geworden. Das bestätigte am Freitag Richter Frederik Franz, stellvertretender Pressesprecher des Landgerichtes, auf Anfrage unserer Zeitung.

Lesen Sie auch: Angeklagter gesteht Tötung seiner Ehefrau in Wardenburg

Die Kammer unter Vorsitz von Richter Sebastian Bührmann hatte die Tat als Totschlag gewertet und den 37-jährigen Angeklagten dafür zu einer Gefängnisstrafe von dreizehneinhalb Jahren verurteilt. Den ursprünglichen Anklagevorwurf des Mordes hatte das Gericht fallen lassen, weil ein Mordmerkmal nicht eindeutig festzustellen war. Der Mann hatte demnach nicht aus verletzter Ehre getötet, sondern aus Eifersucht. Zwar stellt auch dieses Motiv in der Regel ein Mordmerkmal dar, doch da der Eifersucht ein reales Geschehen zugrunde lag (die Frau war ihrem Mann tatsächlich fremd gegangen), musste das Tatmotiv in einer abgeschwächten Form betrachtet werden. Unter anderem deswegen kam es nicht zu einem Schuldspruch wegen Mordes.

Nach jesidischem Recht war es zu einer Trennung der Eheleute gekommen. Doch dann kamen die Eheleute noch einmal zusammen – mit fatalen Folgen, erklärte Richter Bührmann damals. Wie von Sinnen stach der Angeklagte im Kinderzimmer der ehemals gemeinsamen Wohnung in Wardenburg auf seine Ehefrau ein.

Oberstaatsanwalt Thomas Sander hatte auf Totschlag plädiert und dafür die Höchststrafe (fünfzehn Jahre Gefängnis) gefordert, Nebenklägervertreter Dr. Kristian Stoffers wegen Mordes lebenslang. Der Angeklagte selbst hatte sich zu hart bestraft gesehen. Über seine Anwälte rügte er die Beweisführung – allerdings ohne Erfolg.

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