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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Kaufhaus-Inhaber vor Gericht

01.08.2016

Bremen Anfang Mai 2015 brennt das Bremer Traditionskaufhaus Harms lichterloh, meterhoch schlagen die Flammen. Aus dem brennenden Haus kommt der Inhaber, unter dem Arm die Bänder der Videokamera. Er sagt, er sei überfallen und eingesperrt worden, Unbekannte hätten das Feuer im Dachgeschoss gelegt. Jetzt steht der Mann ab diesem Montag selbst vor Gericht, zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen. Die Anklage: besonders schwere Brandstiftung, Vortäuschen einer Straftat und versuchter Versicherungsbetrug. Beide Männer wiesen die Vorwürfe zurück. Der Schaden liegt nach Schätzungen im zweistelligen Millionenbereich.

Monatelang suchten die Ermittler nach einem Brandstifter, gegen den auch der Verdacht des versuchten Mordes bestand. Eine Videokamera hatte in dem Kaufhaus kurz vor Ausbruch des Feuers einen maskierten Mann aufgezeichnet. Der Inhaber selbst geriet in Verdacht, doch die Indizien reichten nicht. Erst Mitte Dezember hatten die Ermittler genügend Beweise für Haftbefehle gegen den Kaufmann und seinen mutmaßlichen Helfer. Der Mitangeklagte sitzt in Untersuchungshaft, der Kaufmann ist seit zwei Monaten unter Auflagen auf freiem Fuß. Für den Prozess vor dem Bremer Landgericht sind vorerst 31 Verhandlungstage angesetzt.

Das Gebäude von 1909 mit seiner Sandsteinfassade ist nicht mehr zu retten. Das Kaufhaus Harms wurde 1865 in Bremen von Frerichs Hinrich Harms gegründet, 2001 übernahm der jetzige Inhaber alle Geschäftsanteile. Nach dem Brand wurde das Geschäft Mitte Juli 2015 in einem anderen Haus wieder eröffnet.

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