Sande - Gemeindebrandmeister Peter Hoffbauer erwartet mit Ungeduld den Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde Sande. Deutlich anzumerken war ihm am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Sande mit den Ortswehren Sande und Gödens die Verärgerung über „die leidige politische Diskussion, ob Sande ein oder zwei Feuerwehren benötigt“. Mit dem Feuerwehrbedarfsplan sei das erledigt, meinte Hoffbauer.
In Richtung einiger Politiker, die bei der Versammlung anwesend waren, unterstrich der Gemeindebrandmeister, dass die Feuerwehr keine freiwillige Leistung sei, sondern zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehöre. Man solle lieber froh sein, dass sich in Sande noch ausreichend Frauen und Männer fänden, zwei schlagkräftige Wehren zu bestücken und die bereit seien, zu jeder Zeit den Mitbürgern zur Hilfe zu eilen. Das brachte ihm von Seiten der Feuerwehrleute viel Applaus ein.
Nachdem im vergangenen Jahr das neue Feuerwehrhaus in Sande nach 15-jähriger Planung bezugsfertig gewesen sei, müssten nun unverzüglich die Planung für das Feuerwehrhaus in Gödens aufgenommen werden, unterstrich Hoffbauer. Das aber lehnt die Politik vor dem Hintergrund der leeren Gemeindekasse bekanntlich ab, bevor der Feuerwehrbedarfsplan auf dem Tisch liegt und geklärt ist, ob die Ortswehr Gödens dauerhaft benötigt wird. Sollte der Plan besagen, dass weiterhin beide Wehren unerlässlich sind, müssen am Gerätehaus in Gödens zahlreiche Veränderungen vorgenommen werden, die von der Unfallkasse angemahnt wurden.
In der Gemeinde Sande wurde im vergangenen Jahr die Freiwillige Feuerwehr zu 15 Kleinbränden und einem Großbrand gerufen, außerdem waren 16 Brandsicherheitswachen nötig und 14 Mal lösten Brandmeldeanlagen aus. Weiterhin rückten die Wehren zu 35 Hilfeleistungen aus. Hinzu kamen drei Alarmübungen.
2171 ehrenamtliche Stunden waren die Frauen und Männer im Einsatz, 22 Prozent weniger als im Jahr zuvor, als es statt einem gleich drei Großbrände gegeben hatte. Gemeindejugendwart Andreas Berger forderte die Jugendwarte auf, alle Jugendlichen für das Ablegen der Leistungsspange fit zu machen. An die Einsatzabteilung ging sein Aufruf, die Ausbildung in der Jugendwehr besser zu unterstützen.
