Westerstede - Beißender Geruch in der Atemluft hat am späten Dienstagabend in Westerstede zu einem Großeinsatz der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) geführt. Anwohner des Mehrfamilienhauses an der Breslauer Straße 13 klagten über Reizungen im Hals, nachdem sie die Dämpfe eingeatmet hatten. „Zunächst war uns ein Gasaustritt gemeldet worden. Doch das erwies sich als falsch. Die Einsatzleitung der Feuerwehr bat sogar die Berufsfeuerwehr Oldenburg um Unterstützung, die mit einem speziellen Messgerät zur Einsatzstelle kam. Doch gemessen wurden in der Atemluft keinerlei Giftstoffe, auch nicht im Gebäude selbst“, zog am Mittwochmorgen der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes (ESD), Erster Hauptkommissar Ludger Elsen, eine vorläufige Bilanz.

Gewesen sein muss am Anfang jedoch etwas, denn die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute meldeten einen „auffälligen Geruch“. Ortsbrandmeister Michael Drude ließ den Wohnblock darauf hin sofort evakuieren. Fünf Hausbewohner kamen vorsorglich ins Klinikzentrum Westerstede, etwa 15 weitere nahm das DRK auf, brachte sie zur DRK-Zentrale Am Achterkamp in Hüllstede und versorgte die Menschen dort.

Derweil nahmen die Einsatzkräfte an der Breslauer Straße weitere Messungen vor. Aber auch die brachten keinerlei greifbare Ergebnisse. So entschloss sich die Einsatzleitung schließlich, die Wohnungen wieder freizugeben. Da war es bereits kurz vor Mitternacht. Das DRK brachte die Mieter zurück an ihre Heimatadresse.

Weder Polizei noch Feuerwehr glauben, die Ursache für den Geruchsbeeinträchtigung klären zu können. „Möglicherweise war da irgendwo ein chlorhaltiges Reinigungsmittel im Einsatz. Das ist allerdings reine Spekulation und muss daher nicht zutreffen“, erklärte Elsen in einem NWZ -Gespräch.