Apen - Wer zu Zeiten der Fußball-Europameisterschaft seine Unterstützung für die deutsche Nationalelf ausdrücken will, der schmückt sein Auto mit schwarz-rot-goldenen Flaggen. Wird der Wagen abgestellt oder geht es auf die Autobahn, sollte man darauf aber verzichten. Sonst kann es im Falle des Falles Ärger mit der Versicherung geben.
Das Problem: Weil die Fahnen auf die Seitenfenster aufgesteckt werden, lassen sich diese nicht mehr bis zum Anschlag schließen. „Wenn das Fenster nicht ganz geschlossen wird, begünstigt das jemanden, der ins Fahrzeug eindringen will“, erklärt Michael Rohrmann von der Verbraucherzentrale in Oldenburg. Die Versicherung könne dann die Leistung kürzen.
Dramatischer sei es, wenn Fahnen während der Fahrt abbrechen und andere Fahrzeuge oder Personen treffen, die dabei zu Schaden kommen. „Bei einigen Fahnen ist eine maximale Geschwindigkeit angegeben“, sagt Rohrmann. „Die sollte man einhalten.“ Wenn es auf die Autobahn geht, sollten die Fahnen am besten abgenommen werden.
Auch wer sich eine Deutschlandfahne ins Heckfenster hängt, muss sich im Versicherungsfall möglicherweise fragen lassen, ob dadurch nicht seine Sicht behindert wurde. Die Scheiben sollten – aller EM-Euphorie zum Trotz – frei bleiben.
Genau aus diesen Gründen verzichten auch Eva und Alexander Zwingmann auf übermäßigen Deutschlandschmuck am Auto. „Ich finde das viel zu gefährlich. Es könnte abbrechen und jemanden auf die Scheibe knallen“, sagt Eva Zwingmann. Über mögliche Probleme mit der Versicherung hätten sie aber noch gar nicht nachgedacht, erklären die Augustfehner. Aber noch etwas spräche gegen die Fähnchen: „Wir würden nicht Unmengen Geld für Fanartikel ausgeben.“
