Edewecht - Die Einrichtung von Verkehrskreiseln in Süd-Edewecht und Jeddeloh I waren zwei Tagesordnungspunkte, mit denen sich die Mitglieder des Edewechter Straßen- und Wegeausschuss bei ihrer Sitzung in der Edewechter Oberschule beschäftigten.

Die SPD-Gemeinderatsfraktion hatte im Oktober 2015 beantragt, den Kreuzungsbereich Hauptstraße/Schepser Damm/Bachmannsweg in Süd-Edewecht für einen besseren Verkehrsfluss zu einem Kreisverkehr umbauen zu lassen. Nach einem Beschluss des Edewechter Verwaltungsausschusses fanden dann Gespräche mit der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg (die Hauptstraße ist die Landesstraße 831) und dem Landkreis Ammerland statt. Dabei ging um die Finanzierung des Kreisels. In einer Verkehrsbesprechung wurde später von Seiten der Landesbehörde festgestellt, dass der Verkehr auf der Kreuzung mit der vorhandenen Ampelanlage problemlos geregelt werde.

Hingewiesen wurde auch darauf, dass es auf dem Kreuzungsbereich zwischen 2012 bis 2014 15 Unfälle gegeben habe, darunter zwei Rotlicht-Verstöße und vier Abbiege-Unfälle.

Weil die Edewechter Gemeindeverwaltung darauf verwies, dass die Wartezeiten wegen der fehlenden Linksaabbiegespur auf der Hauptstraße zu lang seien und es zu Rückstaus käme, wurde ein Ortstermin vereinbart. Dieser fand im März 2016 statt. Dabei wurde festgestellt, dass die Verkehrsführung an der Kreuzung in Richtung Süddorf ungewöhnlich sei: Dort wird die Geradeausspur nicht mit dem Rechtsabbiegen, sondern mit dem Linksabbiegen kombiniert, Rechtsabbieger haben eine eigene Spur. Geradeausfahrer würden Linksabbieger dort häufig rechts überholen, dadurch käme es zu gefährlichen Situationen. Die Landesbehörde will deshalb die Verkehrsführung im Bezug auf die Markierung überprüfen. Wie Reiner Knorr vom Fachbereich Bauen, Planen/Umwelt bei der Gemeinde ausführte, werde ein Kreisel von den Verkehrsbehörden nicht für notwendig erachtet, deshalb würden sich Land und Kreis nicht an den geschätzten Kosten von 4 250 000 Euro beteiligen. Der Ausschuss nahm das zur Kenntnis.

SPD-Ratsherr Knut Bekaan regte in der Ausschusssitzung an, für den Kreuzungsbereich zumindest eine „Schlaue Ampel“ einzurichten, die sich dem jeweiligen Verkehrsaufkommen anpasse. Das würden die zuständigen Verkehrsbehörden prüfen, wie Ingrid Meiners vom Landkreis sagte, die ebenso wie Bernd Stegemann von der Polizeiinspektion Oldenburg Stadt/Ammerland an der Sitzung teilnahm.

Keinen Handlungsbedarf sehen die zuständigen Verkehrsbehörden (Landesbehörde, Landkreis und Polizei) auch für einen Kreisel in Jeddeloh I. 2012 und 2015 habe man die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich Landesstraße 828 (Jeddeloher Damm), Wischenstraße und Jückenweg geprüft, heißt es. Rückläufig sei dort das Unfallgeschehen, 2012 gab es dort vier Unfälle, 2013 und 2014 jeweils zwei. Bei der letzten Verkehrserfassung über 24 Stunden am 28. und 29. April 2015 wurden auf der L 828 8774 Fahrzeuge gezählt, auf der Wischenstraße 2734 und auf dem Jückenweg 1700.

SPD-Ratsherr Roland Jacobs sagte, dass es schwierig sei, Bürgern zu vermitteln, dass an der stark frequentierten Kreuzung in Jeddeloh I kein Kreisel notwendig sei, aber ausgangs Jeddeloh I in Höhe der ehemaligen Baumschule Folkerts ein neuer entstehe. Reiner Knorr erläuterte, dass es sich beim Kreisverkehr am Industriegebiet um ein Neubauvorhaben handele, das nach Kriterien eines Neubaus zu beurteilen sei. In Jeddeloh I gäbe es eine Kreuzung, hier werde die Verkehrssituation regelmäßig betrachtet. Bei gravierenden Veränderungen werde man handeln, diese würden zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht gesehen.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede