Hatten - Schreck in der Morgenstunde: Ein Kleinbus, der mit sieben Schulkindern aus dem Landkreis Cloppenburg besetzt war, ist am Dienstag gegen 7.45 Uhr bei Sandkrug (Landkreis Oldenburg) auf der Autobahn 29 mit einem Lastwagen zusammen gestoßen.
Zur Gehörlosenschule
Die Kinder im Alter von 9 bis 16 Jahren waren auf dem Weg zu einer Gehörlosenschule in Oldenburg. „Die Kinder sind mit dem Schrecken davongekommen“, sagt Ortsbrandmeister Jürgen Dallmann von der Freiwilligen Feuerwehr Sandkrug. Obwohl sich der Kleintransporter überschlug und auf der Fahrerseite landete, habe es nur leichte Verletzungen bei den Kindern gegeben.
Zwischen Sandkrug und dem Autobahnkreuz Oldenburg-Ost wollte der 65-jährige Fahrer des Schulbusses einen auf dem Hauptfahrstreifen fahrenden Lkw überholen. Beim Überholen fuhr der 65-jährige Mann aus Lastrup nach ersten Erkenntnissen in den Lkw. Daraufhin geriet der Transporter ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab und prallte in die Mittelschutzleitplanke.
Feuerwehr befreit Kind
Bei dem Unfall verletzte sich der 65-Jährige schwer. Ein Kind wurde in dem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren Wardenburg und Sandkrug befreit werden. Der 48-jährige Fahrer des Lkw wurde nicht verletzt.
Insgesamt waren es drei Mädchen und vier Jungen sowie der 65-jährige Fahrer, die zum Unfallzeitpunkt in dem Kleinbus mitfuhren.
Das Verhalten der Autofahrer hat Ortsbrandmeister Jürgen Dallmann ausdrücklich gelobt: „Die Ersthelfer waren vorbildlich, und es gab eine vernünftige Rettungsgasse. Das ist heute nicht selbstverständlich, so konnten wir zügig Hilfe leisten.“ So wünschten sich das die Retter öfter.
Neben Rettungswagen und Notärzten war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz, der die Unfallstelle ohne Verletzte wieder verlassen konnte. An den Fahrzeugen entstand ein Schaden von etwa 16 000 Euro. Die Autobahn 29 wurde für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen voll gesperrt und erst gegen 10.20 Uhr wieder freigegeben. Der Verkehr staute sich auch mehrere Kilometer auf den Umleitungsrouten der gesperrten Autobahn.
Busunternehmer besorgt
Busunternehmer Stefan Pfeiffer erkundigte sich noch am Morgen nach den Verletzten. „Wir sind sehr froh, das alles einigermaßen glimpflich abgelaufen ist“, erklärte Pfeiffer. Die Eltern mehrerer Kinder hätten sich bereits informiert, ob auch am Mittwoch ein Bustransfer stattfinden werde. Dies sei bereits organisiert, sagte Pfeiffer.
Nach neuesten Erkenntnissen müssen drei der verletzten Kinder die Nacht vorsorglich im Krankenhaus verbringen. Die weiteren vier Kinder konnten zum Teil bereits das Krankenhaus wieder verlassen.
