Cloppenburg - Ab Frühjahr 2017 werden die Intensivstation und der Bereich „Intermediate care“ (Intensivüberwachungspflege) des St.-Josefs-Hospitals Cloppenburg von zehn auf 22 Betten ausgebaut. Das hat die Klinikleitung jetzt in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

Mit der komplexen Intensivmedizin habe das St.-Josefs-Hospital im Landkreis Cloppenburg ein Alleinstellungsmerkmal. 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr stünden durchgehend – je nach Schicht und Patientenzahl – drei bis sechs ausgebildete Pflegekräfte sowie ein intensivmedizinisch ausgebildeter Arzt für den Patienten zur Verfügung, heißt es weiter.

Aufgrund der seit Jahren steigenden Patientenzahlen hat das Land dem Antrag der Klinik-Geschäftsführung auf Erweiterung und Ausbau der Intensivstation stattgegeben. Deren Kapazität wird im Rahmen der derzeit laufenden Kliniksanierung und -erweiterung (die NWZ  berichtete) vergrößert.

Die Behandlung schwerkranker und -verletzter Patienten sei heute nur auf spezialisierten Intensivstationen möglich. „Die Intensivmedizin hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert. Wir können heute Menschen zurückholen, die vor einigen Jahren in jedem Fall gestorben wären“, berichtet Privat-Dozent Dr. Christian Weilbach, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin.

Das gut ausgebildete Personal in der Cloppenburger Klinik ist dabei eine wichtige Stärke. „Ein verunfallter Patient, der vor kurzem bei uns im Krankenhaus versorgt wurde und selbst leitender Anästhesist in einer Hamburger Klinik ist, war über die Qualität der Versorgung erstaunt“, erinnert sich Weilbach. Eine so gute Versorgung habe er in einem Krankenhaus dieser Größe nicht erwartet, gibt Weilbach die Worte seines Kollegen wieder.

Das Behandlungsteam muss das gesamte Spektrum der Intensivmedizin, das für die Behandlung von kritisch kranken Menschen benötigt wird, beherrschen. Dazu gehören der Ersatz der Funktion von Organen (die ohne Unterstützung durch Maßnahmen und Geräte ihren Dienst versagen), die Dialyse, die Beatmung, das Erkennen und Behandeln von Blutvergiftungen, der richtige Einsatz von Antibiotika sowie Bluttransfusionen.

Diese vielfältigen Aufgaben sind nur von einem Team aus Intensivmedizinern verschiedener Fachrichtungen wie Kardiologie, Nephrologie, Pulmonologie und Anästhesie gemeinsam mit speziell ausgebildeten Pflegekräften zu bewerkstelligen.