Großenkneten - Zwar musste die Feuerwehr Großenkneten weniger Brände als im Vorjahr löschen, doch zeigte sich vor allem in der Zeit, die für verschiedene Hilfeleistungen aufgebracht wurde, die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements. Ob Brände von Sträuchern oder Hilfeleistungen bei einem Unwetter, als Kellerräume unter Wasser standen: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Großenkneten hatten 2012 allerhand zu tun. Das ging bei der Jahreshauptversammlung am Freitag im Gasthaus Kempermann aus dem Jahresrückblick von Ortsbrandmeister Hendrik Behrends hervor. Insgesamt 1546 Stunden leisteten die Frauen und Männer bei 29 Einsätzen.

Achtmal rückten die Kameraden zu Bränden aus, 21-mal ging es um Hilfeleistungen jeglicher Art. Ferner trainierte die Wehr bei Übungen,  Wettkämpfen und Lehrgängen ihre Fähigkeiten. Hinzu kamen neun Brandwachen, diverse Sitzungen und andere Veranstaltungen, so dass 5366 ehrenamtliche Stunden zusammenkamen.

Dass die Retter oft ihre eigene Gesundheit gefährden, wussten vor allem die Gastredner zu schätzen. „Ohne die Freiwillige Feuerwehr könnten viele nicht so ruhig schlafen“, befand der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Wichmann. Dem schloss sich auch Gemeindebrandmeister Carsten Rönnau an: Insgesamt seien 55 Brandeinsätze und 74 Hilfeleistungen gemeindeweit geleistet worden.

Für die Verbesserung der Einsatzgerätschaften konnten aus Spenden drei gebrauchte Notebooks in Empfang genommen werden, zudem wurden u.a. vier Atemschutzgeräte und eine Schleifkorbtrage angeschafft. Das TLF und das LF wurden mit Navigationsgeräten ausgestattet.

Sieben Kameraden wurden 2012 aufgenommen, so dass die Aktivenliste nun auf 52 gewachsen ist. Behrends freute sich aber auch über die Entwicklung der Jugendfeuerwehr: Insgesamt konnten inzwischen 28 Mitglieder, davon drei Mädchen, aufgenommen werden.

In Sachen Ersatzbeschaffung für das fast 28 Jahre alte TLF 16/25 berichtete der Ortsbrandmeister, dass Anfang Dezember der Auftrag vergeben worden sei. Geplant sei auch eine Ersatzbeschaffung für das LF 8 im Jahr 2014.

Auch Ehrungen gab es: Roland Moysich erhielt für 25-jährige Mitgliedschaft das Niedersächsische Ehrenzeichen, ebenso nahm Erich Tien für 50-jährige Mitgliedschaft ein Abzeichen entgegen. Die Ehrennadel in Silber des Oldenburgischen Feuerwehrverbands erhielt Heino Scholz.

Befördert wurden Philip Oltmann zum Feuerwehrmann, Marc Brumund, Sascha Gramberg und Mats Hermann zu Oberfeuerwehrmännern sowie Helge Wichmann zum Hauptfeuerwehrmann.

Zum Ortssicherheitsbeauftragten gewählt wurde Sebastian Wedermann, zum Kassenwart Roland Moysich, zum Schriftwart Christoph Walther, zum Gerätewart Lars Wygrala, zum Atemschutzgerätewart Boris Toben und zum Maschinisten Dieter Otten.