Kreis Cloppenburg - Ein neue Brandserie hat in der Nacht zu Sonntag die Feuerwehr in Cloppenburg herausgefordert. Innerhalb weniger Minuten ist an vier Stellen Feuer ausgebrochen. Feuerwehr und Polizei gehen von Brandstiftungen aus, nachdem es vor Kurzem zu einer ähnlichen Serie gekommen war. Ansonsten blieb es in der Stadt und im Südkreis bis Sonntagnachmittag ruhig.

Um 22.53 Uhr wurde der Großleitstelle Oldenburg zunächst ein Brand einer Restmülltonne auf dem Gelände des Marktplatzes gemeldet, auf dem dieses Wochenende der Juni-Markt gefeiert wird. Der Brand konnte jedoch durch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes eigenständig gelöscht werden.

Eine halbe Stunde später, gegen 23.28 Uhr, musste die Feuerwehr zu einem brennenden Holzschuppen an der Fritz-Reuter-Straße ausrücken. Trotz schneller Löschmaßnahmen brannte der Schuppen vollständig aus.

In der Sevelter Straße kam es gegen 23.32 Uhr zu weiteren Bränden. Zunächst brannte ein Müllcontainer aus Plastik und in der unmittelbaren Nachbarschaft geriet ein Carport mit Holzverschlag an einem Wohnhaus in Brand. Der einzige Bewohner des Hauses wurde mit seinen zwei Hunden rechtzeitig von der Polizei evakuiert. Nur durch das schnelle Eingreifen der noch in der Nähe befindlichen Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus verhindert werden. Durch das Feuer wurde das Gebäude jedoch in Mitleidenschaft gezogen. Der Carport brannte vollständig aus.

Zu Personenschäden ist es nicht gekommen. Der Sachschaden beläuft sich geschätzt auf insgesamt rund 26 000 Euro. Die Feuerwehr war mit 40 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz.

In allen vier Fällen besteht aufgrund der zeitlichen und örtlichen Nähe der Brände derzeit der Verdacht, dass es sich um Brandstiftungen handelt. Die Polizei war mit starken Kräften im Einsatz und hat bereits in der Nacht umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ergriffen. Die Ermittlungen dauern an. Hinweise nimmt die Polizei Cloppenburg (Tel. 04471/18600) entgegen.

ð Nicht mehr fahrtüchtig war ein 34-jähriger polnischer Staatsangehöriger, der mit seinem VW Crafter auf der Werlter Straße in Lindern unterwegs war. Der Mann wollte seinen Klein-Lkw wenden und stieß beim Rückwärtsfahren gegen einen Baum. Danach entfernte er sich vom Unfallort, konnte aber von aufmerksamen Zeugen beobachtet und verfolgt werden. Auf dem Schützenplatz konnte der Fahrzeugführer durch Beamte der Polizei Löningen kontrolliert werden. Dabei stellten die Beamten Alkoholgeruch in der Atemluft fest. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,65 Promille. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen, und es wurde ein Strafverfahren eingeleitet.