Delmenhorst - Schwere Verletzungen hat sich ein junger Mann in Delmenhorst zugezogen, als er mit unerlaubten Feuerwerkskörpern hantierte. Gegen 2 Uhr in der Nacht zu Freitag war aus der Delmenhorster Innenstadt ein lauter Knall zu hören – wie die Polizei mitteilt, sogar in ihrem Dienstgebäude. Gegen den Mann wird nun wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Die umgehend alarmierten Streifenwagen-Besatzungen sahen nach Polizeiangaben noch einen offensichtlich hochmotorisierten Audi, der mit hoher Geschwindigkeit vom Bismarckplatz wegfuhr. „Sofort wurde eine Verbindung zu einer möglichen Sprengung eines Geldautomaten hergestellt und die Verfolgung des Pkws aufgenommen“, teilt die Polizei mit. Die Fahrt führte über die Oldenburger Straße in Richtung A28, endete aber vor der Notaufnahme des Delmenhorster Krankenhauses.
Auf dem Beifahrersitz befand sich ein 19-jähriger Delmenhorster, der laut um Hilfe rief. „Am rechten Arm waren massive Verletzungen zu sehen, die eine sofortige medizinische Behandlung erforderlich machten“, so die Polizei. Der Fahrer war ein 21 Jahre alter Bekannter des Verletzten. Er gab an, dass die Verletzungen auf dem Bismarckplatz entstanden seien. Hier habe der 19-Jährige einen Knallkörper entzünden wollen, der bereits in seiner Hand explodierte. Die Polizei fand dort entsprechende Beweismittel.
