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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Lebenslänglich für Pfleger

27.02.2015

Oldenburg /Delmenhorst Große Erleichterung bei den Angehörigen der Opfer: Ex-Krankenpfleger Niels Högel muss lebenslang in Haft. Das Landgericht Oldenburg verurteilte den 38-Jährigen am Donnerstag wegen zweifachen Mordes, zweifachen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung an Patienten im Klinikum Delmenhorst zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

Die Kammer stellte zudem eine „besondere Schwere der Schuld“ fest und sprach ein lebenslanges Berufsverbot für Högel als Krankenpfleger aus. Im Prozess hatte der gebürtige Wilhelmshavener gestanden, sogar für den Tod von bis zu 30 Patienten verantwortlich zu sein. Nach seinen Angaben hat er rund 90 Menschen eine Überdosis des Herzmedikaments Gilurytmal gespritzt.

„Ich bin erleichtert, dass das Strafmaß so ausgefallen ist, wie wir uns das erhofft haben“, sagte Nebenklägerin Kathrin Lohmann der NWZ. Högel hat ihre Mutter ermordet. „Ich bin sehr zufrieden. Ich möchte diesen Menschen nie wieder in Freiheit sehen“, sagte Christian Marbach, dessen Großvater ein Opfer des Pflegers wurde, der NWZ. „Wir haben gekriegt, was wir wollten. Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen“, erklärte Anwältin Gaby Lübben.

Richter Sebastian Bührmann betonte in der Urteilsbegründung, Högel habe vorsätzlich und heimtückisch gehandelt „Sie haben mit dem Leben anderer Menschen gespielt.“ Bührmann entschuldigte sich bei den Angehörigen für die lange Ermittlungsdauer und die Fehler der Justiz im Fall Högel.

Die Verteidigung prüft, ob sie Revision gegen das Urteil einlegen wird. Die Staatsanwaltschaft geht von weiteren Verfahren gegen Högel aus. Die Ermittler untersuchen mehr als 200 Verdachtsfälle an dessen Arbeitsstätten.

Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
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