LEMWERDER - LEMWERDER/ZIM - Nicht früh genug kann man lernen, Verletzten Erste Hilfe zu leisten. Grund genug also für das Jugendrotkreuz Lemwerder, sich am Ferienspaßprogramm der Begu zu beteiligen. Am Mittwoch war es dann so weit: Sieben sechs-bis elfjährige Kinder nahmen an einem dreistündigen Kursus im DRK-Haus teil. Unter der Leitung von Christel Heymann und Wiltrud Gleiche lernten sie die Grundbegriffe der Ersten Hilfe kennen.

Alle Teilnehmer waren mit Feuereifer dabei und konnten am Ende der Ausbildung kompetent Prüfungsfragen beantworten. „Einfach helfen und nicht doof gucken“, stand auf der Urkunde, die jeder zum Abschluss der Schulung überreicht bekam.

Der Unterricht begann mit den fünf Grundregeln der Ersten Hilfe, die bei der Meldung des Unfalls an den Notdienst beachtet werden sollen: Was und wo ist es passiert? Wie viele Personen sind am Unfall beteiligt? Um welche Art der Verletzungen handelt es sich? Was konnte an erster Hilfe geleistet werden? Wie lange dauert es, bis der Notarzt kommt oder der Abtransport in ein Krankenhaus erfolgen kann?

Wichtig: „Verletzte müssen beruhigt, stabil gelagert und – soweit möglich – mit einer Decke zugedeckt werden, um ein Auskühlen zu vermeiden“, erläuterte Christel Heymann. Auf einer Matte wurden dann lebensrettende Handgriffe und die richtige Lagerung von Verunglückten geübt. Die Kinder erfuhren auch, wie leichte Verletzungen, Schnittwunden, Hautabschürfungen oder Verbrennungen behandelt werden. Bestaunt wurde ein Rettungswagen, den das DRK erst vor kurzem von der aufgelösten ASL-Werksfeuerwehr übernommen hatte.

Seit 1996 gibt es in Lemwerder eine DRK-Jugendgruppe. Positiv: „Wir haben zurzeit keine Nachwuchssorgen“, so Wiltrud Gleiche.