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Porträt „Ich bin gerne Ortsbrandmeister“

LEMWERDER - Sein Hobby ist die Feuerwehr. Seine große Leidenschaft ist die Feuerwehr. Und überhaupt nimmt die Freiwillige Feuerwehr im Leben von Dieter Schnittjer mächtig viel Raum ein. Als Opfer empfindet er das nicht. Ganz im Gegenteil: Schnittjer ist Ortsbrandmeister in Lemwerder aus Überzeugung. Was er macht, macht er gerne.

Im Team aktiv

Dabei geht es dem 48-Jährigen immer um die Sache: „Ich bin gerne Ortsbrandmeister, weil man in einem guten Team viel bewegen kann für die Menschen vor Ort. Menschen und Werte werden gerettet und geschützt. Das ist ein unheimlich gutes Gefühl.“ Doch um die wichtigen Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr zu stemmen, müsse eben auch viel Arbeit geleistet werden. Deshalb ist die Feuerwehr auch das einzige Hobby von Dieter Schnittjer.

Am Anfang Trommler

Der gebürtige Lemwerderaner ist seit 1971 Mitglied der Feuerwehr Lemwerder. Damals ist er der Jugendsparte beigetreten und war im Spielmanns- und Fanfarenzug aktiv. „Ich hab’ mit der Trommel angefangen“, erinnert er sich. Die Leidenschaft für die Feuerwehr war dem 48-Jährigen schon in die Wiege gelegt worden: Sein Vater, Elimar Schnittjer, war Kreisbrandmeister und Leiter der Betriebsfeuerwehr von Weserflug. „Das Leben drehte sich bei uns immer um die Feuerwehr“, sagt Dieter Schnittjer. Als kleiner Junge hat er zu Hause immer mitgefiebert, wenn der Vater zum Einsatz musste. „Das Interesse war zwangsläufig geweckt.“

1983 wurde Schnittjer zum stellvertretenden Gruppenführer ernannt, 1986 wurde er Gemeindeausbilder und 1990 stellvertretender Gemeindebrandmeister.

Sieben Jahre später übernahm Schnittjer das Amt des Ortsbrandmeisters in Lemwerder. Ende April 2009 legte er das Amt aber aus beruflichen Gründen nieder. Doch in Sachen Freizeit befindet sich der Familienvater jetzt wieder in ruhigerem Fahrwasser, seit einigen Wochen ist er nach dem Rücktritt von Henning Ohlenbusch wieder Ortsbrandmeister.

Organisation gehört dazu

Wichtige Aufgabe ist für ihn die Organisation des Ausbildungsbetriebes bei der Feuerwehr. Das Ziel ist immer, die Mannschaftsstärke zu halten oder zu erhöhen, um „ein Maximum an Schlagkraft“ zu erreichen. 41-mal im Jahr wird Ausbildungsdienst geschoben. Der Ortsbrandmeister zeigt auch bei öffentlichen Veranstaltungen Präsenz, ist Schnittstelle zur Gemeindeverwaltung und zum Gemeindebrandmeister. Auch die Brandschutzerziehung ist für Schnittjer wichtig.

Eine Menge Aufgaben also, die ohne Rückhalt in der Familie kaum zu bewältigen wären: Seit 27 Jahren ist Dieter Schnittjer mit seiner Frau Birgit verheiratet. Sie unterstützt den 48-Jährigen bei seiner Arbeit für die Feuerwehr – und auch ihre Kinder: Sohn Onno (23) und Tochter Larissa (18) sind auch schon für die Truppe im Einsatz.

Anja Biewald
Anja Biewald Redaktion Oldenburg
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