LINTEL - Großeinsatz für die Feuerwehren der Gemeinde Hude kurz vor dem Weihnachtsfest: Aus noch ungeklärter Ursache geriet am Heiligabend ein Teil der Hammermühle in Lintel in Brand. In dem rund 20 Meter hohen Gebäude sind unter anderem Futtermittel gelagert. „Nur durch massives Vorgehen konnte das Gebäude gehalten werden“, erklärte Hudes Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf, der vor Ort den Einsatz leitete.

Gegen 13.51 Uhr wurden die Feuerwehren alarmiert. Als etwa 100 Kameraden der Ortswehren Hude, Wüsting und Altmoorhausen an Einsatzort eintrafen, drang starker Rauch aus dem Innern des Gebäudes. Offene Flammen waren nicht zu erkennen. Um zum Brandherd vorstoßen zu können, wurde die Drehleiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) aus Ganderkesee eingesetzt. Die Trupps drangen unter schwerem Atemschutz vor. Die Brandbekämpfung nahm einige Zeit in Anspruch.

Wie Hattendorf erläuterte, war es offenkundig bei fortlaufender Produktion in der Hammermühle zum Ausbruch des Brandes gekommen. „Das Glutnest saß in einer Filteranlage“, berichtete der Gemeindebrandmeister. Im Innern der Ablage herrschten Temperaturen von fast 500 Grad. Nur durch das massive Vorgehen hätte Schlimmeres verhindert werden können. „Die Jungs haben super gearbeitet“, lobte Hattendorf das Engagement der Kameraden. Im Einsatz waren auch der Gerätewagen Atemschutz der FTZ sowie das DRK Hude. Die SEG des Roten Kreuzes baute zur Versorgung der Feuerwehr ein Zelt auf. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Wiechmann machte sich vor Ort ein Bild.

Nach der Brandbekämpfung wurden Futtermittelmischungen kontrolliert abgelassen. Die Polizei untersagte ein weiteres Betreten des Brandortes. Hinweise auf Brandstiftung gebe es derzeit allerdings nicht. Nach ersten Schätzungen liege der Sachschaden bei mehr als 100 000 Euro. Die Ermittlungen der Polizei werden an diesem Donnerstag fortgesetzt.