LöNINGEN/BORKEN - Sie waren auf dem Rückweg aus dem belgischen Lommel. Die Exkursion war Teil des Projekts „Arbeiten für den Frieden“. Dann krachte es auf der A 31.
von Peter Linkert
LÖNINGEN/BORKEN - Vorbildliches und umsichtiges Verhalten hat Oberstudienrätin Evelyn Brunner ihren 22 Zöglingen aus einer neunten Klasse des Löninger Copernicus-Gymnasiums nach einem Unfall auf der A 31 zwischen Borken und Gescher attestiert. Die Klasse war gestern auf dem Rückweg aus dem belgischen Lommel, als es gegen 12.10 Uhr krachte. Der Reisebus des Löninger Unternehmens Krümberg und Hülsmann mit dem 43-jährigen Christoph Krümberg am Steuer war auf einen Stau vor einer Baustelle aufgefahren. Die Polizei spricht von Unachtsamkeit, Brunner nimmt den Fahrer in Schutz: Ein voranfahrender LKW habe nicht genügend Abstand gehalten und obendrein die Sicht versperrt.Beim Aufprall sei ein großer Ruck durch den Bus gegangen. Taschen und Rucksäcke der Jungen und Mädchen seien durch den Innenraum geflogen, so Brunner. Zum Glück sei den Schülern nichts Gravierendes passiert. Lediglich der Fahrer habe eine schwere Verletzung an der Hand erlitten. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo ihn gestern Abend sein Geschäftspartner Karl Krümberg abholte.
Die Löninger Klasse wurde bis zum Eintreffen eines Ersatzbusses in der Jugendherberge Borken untergebracht. Dann ging es Richtung Heimat. Bei einem Zwischenstopp in Rheine gab es erstmal etwas zu essen. Die Stimmung sei gut, berichtete Brunner von unterwegs: „Wir bringen alle mit nach Hause.“
Zur Sicherheit waren 13 Schüler direkt nach dem Unfall in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, und auch nach der Ankunft in Löningen gestern Abend hätten einige noch einen mitgenommenen Eindruck gemacht, so CGL-Leiter Ulrich Schimke, der die Reisegruppe zusammen mit den lange informierten Eltern in Empfang genommen hat. Er lobte das Verhalten der Mädchen und Jungen und sprach vor allem den Begleitpersonen seine Anerkennung aus. Sie und auch das Busunternehmen hätten hervorragend reagiert. Leid täte ihm allerdings der Busfahrer.
„Wir haben mit der Exkursion nach Belgien das Unterrichtsprojekt ,Arbeit für den Frieden’ fortgesetzt“, erläuterte Judith Stubbe, Referendarin und zweite Begleitperson, den Hintergrund der Fahrt. In der Friedensbegegnungsstätte Lommel haben die Löninger unter anderem Gräber gepflegt.
