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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Silvester Im Nordwesten: So feiern Sie sicher ins Neue Jahr

31.12.2019

Loy /Berlin Das neue Jahr wird in Deutschland mit buntem Feuerwerk begrüßt. Raketen, Böller und Römische Lichter dürfen grundsätzlich in der Zeit vom 31. Dezember 0 Uhr bis 1. Januar 24 Uhr abgefeuert werden, die genauen Zeiten können jedoch zwischen den Gemeinden und Städten abweichen.

Die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK), zu der auch die Feuerwehrschule Loy im Landkreis Ammerland gehört, gibt Ratschläge, wie ein Feuerwerk am Silvesterabend besonders fachmännisch angezündet werden kann. Der Leiter des NABK-Büros, Daniel Kleinschmidt, erklärt anhand mehrerer Beispiele, wie vor allem Jugendliche, aber genauso Erwachsene sicher knallen.

Altersbeschränkung

Kleinschmidt betont, Erwachsene und Jugendliche sollten die Hersteller-Gebrauchsanweisungen beachten. Diese sollte in deutscher Sprache geschrieben sein, das sei unter anderem ein Indiz für legale Feuerwerkskörper. Jugendliche unter 18 Jahren dürften lediglich Kleinstfeuerwerk (F1) kaufen und abbrennen. Dazu gehören Tischfeuerwerke oder Knallerbsen – eben relativ ungefährliches Feuerwerk. Erwachsene sollten mit den Kindern und Jugendlichen auf vernünftiger Basis reden und Gefahren erläutern, empfiehlt Kleinschmidt. Nur ein Verbot auszusprechen, das helfe meist wenig, weil die Mädchen und Jungen oft einfach ihre Grenzen austesten wollten.

Schutzverpackung

Die Schutzverpackung ist erst direkt vor dem Abbrennen zu öffnen. Lagert das Material zuvor zu feucht oder in brennbaren Gefäßen, könnte es zu Fehlzündungen kommen.

Sicherheitsabstand

Um sicherzugehen, dass nichts passiert, sollten alle einen Abstand von acht Metern zu den Knallern halten. Auch ist beim Zünden darauf zu achten, dass von eigenen Knallern nicht andere Menschen getroffen werden.

Nicht im Haus

Des Weiteren müssen Knaller laut Kleinschmidt im Freien gezündet werden und nicht auf Balkonen, kleinen Terrassen oder überhaupt in Hausnähe. Anwohner in Siedlungen (auch die, die selbst keine Böller gekauft haben) sollten am 31. Dezember Brennbares von der Terrasse oder dem Balkon entfernen – wie Pflanzen, Polstermaterialien oder Altpapier.

Nicht berühren

Grundsätzlich sollte man mit Feuerwerk vorsichtig hantieren. Immer wieder gibt es Verbrennung der Haut oder ganze Hände werden zerrissen. Auf keinen Fall sollten Knaller an das Ohr gehalten oder an Kleidung geworfen werden. Diese könne in Flammen aufgehen. „Das geht meist schnell“, erklärt der Fachmann der NABK.

Stabiler Kasten

Am besten werden in die Luft fliegende Raketen in einem verbuddelten Rohr oder in Glasflaschen, die in stabilen Getränkekisten stehen, aufgestellt. Dann könnten sie sicher und mit ausreichend Halt senkrecht in die Höhe gehen.

Tiere

Hunde, Katzen und andere Haustiere sollten den gesamten Tag generell im Haus gelassen werden, weil fast alle Angst vor dem Krach haben. Ohnehin gilt es bei Vierbeinern, sie keinesfalls in dieser lauten Nacht allein zu lassen oder gar zum Knallen von Böllern auf die Straße mitzunehmen. „Auch die Fenster müssen den Tag über komplett geschlossen sein“, betont Kleinschmidt. Das Tier zu trösten, rät Kristina Berchtold vom Münchner Tierheim.

Feuerlöscher

Klug ist es laut Kleinschmidt, einen Feuerlöscher oder Wasser in Eimern griffbereit zu haben, wenn ein Feuerwerk gezündet wird. Fängt etwas Feuer, kann so direkt gelöscht werden.

Blindgänger

Blindgänger dürfen laut dem Feuerwehrmann nicht ein zweites Mal angezündet werden. Das sei besonders wichtig. Hat ein Knaller nicht wie gewünscht gezündet, sollte man diesen am besten anfeuchten und abkühlen lassen. Auch in die Mülltonne darf ein fehlgezündeter Knaller nicht direkt – am besten einen halben Tag warten, damit er auch funktionsuntüchtig ist, sagt Kleinschmidt.

Im Notfall

Zum Abschluss rät Kleinschmidt von der NABK noch dazu, im Notfall die Feuerwehr anzurufen (unter Telefon 112) und mit sicherem Abstand vom unmittelbaren Unfallort auf die Hilfe zu warten. Da dürfe man keine Scheu haben sich zu melden, dafür seien die Kollegen da, so Kleinschmidt.

Christoph Tapke-Jost Redakteur / Newsdesk
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