Lüneburg - Ein Förster hat in einem Waldstück bei Lüneburg einen Schädel gefunden, der zu der seit fast zwanzig Jahren vermissten Monika Crantz gehören könnte. Das bestätigte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Die damals 49 Jahre alte Geschäftsfrau aus Schleswig-Holstein wird seit 1999 vermisst. „Sollte sich herausstellen, dass es sich tatsächlich um Knochen von Monika Crantz handelt, würde das das Urteil von damals nur bestätigen“, sagte ein Sprecher der Behörde. Die Verschwundene war Anfang 2004 offiziell für tot erklärt worden.

Ihr Mann Hartmut Crantz wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Verfahren sorgte als Prozess um den „Mord ohne Leiche“ für Schlagzeilen. Wenige Tage, nachdem das Urteil in einem Revisionsprozess 2003 bestätigt worden war, nahm sich Hartmut Crantz das Leben. Kürzlich stieß die Polizei auf einem ehemaligen Bundeswehr-Übungsgelände auf Knochen. Bereits Ende September habe ein Förster dort den menschlichen Schädel entdeckt.