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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Prozess: Mädchen-Mörder soll acht Jahre in Haft

27.03.2014

Osnabrück Eine Haftstrafe von acht Jahren hat der Staatsanwalt für den Mord an der neunjährigen Christina aus Osnabrück gefordert. Ein heute 45-Jähriger hatte das Mädchen vor 26 Jahren nach einem versuchten sexuellen Missbrauch erdrosselt. Der Mann wurde erst vor einem Jahr durch einen DNA-Abgleich gefasst, er gestand die Tat. Kurz nach dem Mord hatte es diese Analysemethode noch nicht gegeben.

Weil der Angeklagte damals erst 19 Jahre alt war, wird er nach den Jugendstrafrechts-Vorschriften von 1987 verurteilt. Die Höchststrafe für einen solchen Fall lag damals bei zehn Jahren. „Die Tat ist so massiv, so menschenverachtend, dass wir die Strafe im höchsten Bereich ansiedeln müssen“, sagte Oberstaatsanwalt Hubert Feldkamp in seinem Plädoyer am Mittwoch. Es sei aber zu berücksichtigen, dass der Angeklagte in seiner Aussage ehrlich gewesen sei.

Der Verteidiger forderte sechseinhalb Jahre Haft. Der Angeklagte bat in seinem Schlusswort mit gesenktem Blick um Entschuldigung, er wandte sich dabei insbesondere an den im Gericht anwesenden Vater von Christina. Die Frage, warum er das Kind umgebracht habe, könne er nicht beantworten, sagte der 45-Jährige. Das Urteil in dem Mordprozess wird am kommenden Montag gesprochen.

In allen erschütternden Details schilderte der Oberstaatsanwalt am Mittwoch den Tathergang und die Geschichte des Angeklagten. Dessen Mutter starb früh, der Vater konnte sich nicht um ihn und seine Geschwister kümmern, da er alkoholkrank war und später im Gefängnis saß. Der heute 45-jährige wuchs in Pflegefamilien auf und war wegen sexueller Abnormitäten in psychiatrischer Behandlung. Als Erwachsener habe er jedoch ein normales Leben geführt.

Im November 1987 habe er nach dem Joggen der kleinen Christina in einem Heckengang aufgelauert, sie gepackt, sie sexuell missbraucht und sie schließlich umgebracht, um den Missbrauch zu vertuschen. Dabei erdrosselte er sie mit ihrem eigenen Schal.

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