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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Mammut-Prozess um Klinikmorde

05.11.2016

Oldenburg /Delmenhorst Oldenburg erlebt im kommenden Jahr den wohl größten Mordprozess der Bundesrepublik. Dann wird der Klinikmörder Niels Högel erneut vor Gericht stehen: wegen der Tötung von Dutzenden Patienten in Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst. Die Polizei will die Ermittlungen im ersten Halbjahr 2017 abschließen.

Die Soko „Kardio“ hat im Fall Högel nach NWZ-Informationen insgesamt mehr als 300 Ermittlungsverfahren geführt. In mindestens 35 Fällen besteht dringender Tatverdacht. „Die Ermittlungen laufen noch. Dinge ändern sich tagesaktuell“, sagte Soko-Chef Arne Schmidt der NWZ.

NWZ, 23.06.2016: Fall des Klinikmörders bekommt neue Dimension

Spezial: Alles zum Krankenpfleger-Prozess in Oldenburg

Hintergrund: Warum stoppte niemand Niels Högel?

Der Prozess sprengt alle Dimensionen und dürfte die Oldenburger Justiz vor logistische Probleme stellen. Unter anderem, weil die Delmenhorster Anwältin Gaby Lübben nach eigenen Angaben bereits 54 Nebenkläger vertritt. „So viele Nebenkläger bekommen wir in keinem Sitzungssaal des Landgerichts Oldenburg untergebracht“, sagte Gerichtssprecher Michael Herrmann der NWZ. Alternativen werden gesucht.

Dazu kommen möglicherweise Prozesse gegen Ex-Kollegen von Högel, denen Totschlag durch Unterlassung vorgeworfen wird.

Die Polizei hat allein im Klinikum Delmenhorst über 200 Todesfälle überprüft. Ermittelt wird auch im Klinikum Oldenburg, im Rettungsdienst im Oldenburger Land und in einem Altenheim in Wilhelmshaven. Im Rettungsdienst gibt es nach NWZ-Informationen mindestens einen Tötungsversuch von Högel, den der Patient überlebt hat.

Seit März 2015 hat die Polizei rund 100 Leichen von verstorbenen Patienten auf Friedhöfen in Deutschland, in der Türkei und in Polen exhumiert. Für sechs Taten in Delmenhorst wurde Högel bereits verurteilt, er verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe in der JVA Oldenburg.->


  www.nwzonline.de/krankenpfleger-prozess 
Marco Seng
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2008
Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2020

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