• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

UNFALL: Mehrere Tote bei Zugunglück in Frankreich

11.10.2006

OSNABRüCK

METZ/AFP - Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Züge sind in Ostfrankreich nach Bahnangaben mehrere Menschen getötet worden. Über die Zahl der Toten wurden unterschiedliche Angaben gemacht: Die Präfektur in Metz bestätigte am Abend den Tod von fünf Menschen. Die französische Staatsbahn SNCF hatte zuvor in Paris mitgeteilt, bei dem Unfall seien insgesamt zwölf Menschen getötet worden: neun Passagiere, die Führer der beiden Züge und ein Gleisarbeiter. Mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt worden, einige von ihnen schwer. Rund 100 Rettungskräfte aus Frankreich und Luxemburg versuchten am Nachmittag weiterhin, Passagiere aus dem Zugwrack zu befreien. Verletzte wurden mit Hubschraubern in naheliegende Krankenhäuser gebracht. Viele Überlebende standen unter Schock und mussten von Psychologen betreut werden.

Nach Angaben der SNCF war ein zweistöckiger Regionalzug der Luxemburger Bahngesellschaft CFL um 11.45 Uhr auf dem Weg vom Großherzogtum in die lothringische Stadt Nancy mit einem entgegenkommenden Güterzug zusammengeprallt. Das Unglück ereignete sich nahe dem Ort Zoufftgen an der Grenze zu Lothringen, wo derzeit wegen Bauarbeiten nur ein Gleis befahrbar ist. Wieso beide Züge auf diesem Gleis aufeinanderstießen, sei noch unklar, sagte ein Bahnsprecher in Metz.

Zeugen beschrieben „apokalyptische Szenen“. Die Züge seien nur noch ein „Riesenhaufen aus ineinandergeschobenem Metall“, berichtete der Vizepräsident des lothringischen Regionalparlaments, Bertrand Mertz. Er schloss einen Fehler bei der Weichenstellung durch Bahnbedienstete in Luxemburg nicht aus. Ein Sprecher der CFL sagte dazu, bisher habe er „keinerlei Angaben“ zu den Unfallursachen. Die Angaben über eine möglicherweise falsche Weichenstellung könne er „weder bestätigen noch dementieren“. Am Nachmittag trafen die Regierungschefs von Frankreich und Luxemburg, Dominique de Villepin und Jean-Claude Juncker, an der Unglücksstelle ein.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.